Immer wieder hat Monika Rosa Rossi Publikationen von Wassily Kandinsky (1866-1944) gelesen. Sie wollte erfahren, wie Elemente der geometrischen Abstraktion als visuelle Sprache funktionieren. Doch nach der Theorie diese in der eigenen Malerei umzusetzen, sei etwa ganz anderes gewesen, stellt die Malerin fest.
Die Ausstellung «Stellaris» in der Galerie Kriens zeigt die Ergebnisse ihrer Arbeit. Auch andere Kunstschaffende haben sie beeinflusst; so die Schwedin Hilma af Klint (1862–1944). Sie malte, inspiriert etwa von Rudolf Steiners Anthroposophie, meditative Serien mit Spiralen, Farben und Symbolen, die Makro- und Mikrokosmos verbinden. In einer eigenen Serie zeigt Rossi Kreise, Segmente und Halbkreise auf kleinformatigen, leuchtendbunten Flächen.
Doch analog dem Ausstellungstitel schafft Rossi auch Malereien, die sich mit neuen Erkenntnissen aus dem Kosmos der Planeten oder mit Science-Fiction-Elementen befassen. Viele ihrer Formen erinnern an Linien der Sternbilder und Raumerkundungen zu den Exoplaneten und schwarzen Löchern. Denn heutige Realität kann schon morgen durch eine neue, durch digitales Wissen strukturierte Wirklichkeit ersetzt werden.
Ebenfalls gibt die Künstlerin Einblicke in ihr zeichnerisches Tagebuch und zeigt ältere Gipsskulpturen, teils mit archaischen wirkenden Figuren zwischen männlich und weiblich, Mensch und Tier. (zvg/are)
Bis 29. März in der Galerie Kriens. Fr 16 – 19 Uhr, Sa 14 – 17 Uhr und So 14 – 17 Uhr. An den Sonntagen ist die Künstlerin vor Ort.








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