Nun soll er sein Knowhow und seine Vernetzung in der neuen Aufgabe einsetzen. Mit dem von ihm entwickelten und konzipierten «Three Mountains Project» bringt er seine eigene Vision in die Ausrichtung des japanischen Festivals ein: Die Standorte Kusatsu, Takasaki und Karuizawa sollen als kulturelle Achse neu gedacht und strategisch miteinander verbunden werden. Das Projekt bildet das Herzstück der Neuausrichtung im Vorfeld des 50-Jahre-Jubiläums 2030.

Persönlicher Bezug zu Japan
Mit der Ernennung verbindet sich auch eine persönliche Geschichte. «Ich habe einen sehr starken Bezug zu Japan, schon mein Vater, der Tenor Ernst Haefliger, trat mehrfach in Kusatsu auf – das hat mich geprägt», lässt sich Haefliger zitieren. Bereits 1992 und 1994 brachte Haefliger ein Kammerensemble des Davos Festival auf Japan-Tournee.
Zu den Höhepunkten seiner Tätigkeit zählen die Residenzen des Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado (2006) und Riccardo Chailly (2017) in der Suntory Hall in Tokio. Prägend war zudem das Projekt «Lucerne Festival Ark Nova», das Haefliger mit dem japanischen Architekten Arata Isozaki und dem britischen Künstler Anish Kapoor nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in der Region Tohoku 2011 entwickelte.

Das Festival in der Präfektur Gunma zählt zu den bedeutendsten Sommerakademien Japans. Im Zentrum stehen Meisterkurse, in denen internationale Künstlerinnen und Künstler mit jungen Musikerinnen und Musikern aus aller Welt arbeiten. Zum 50-Jahre-Jubiläum von 2030 soll die internationale Ausstrahlung gestärkt und zugleich die regionale Verankerung vertieft werden. (zvg/are)


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