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Schlechte Promi-Väter? Marc Terenzi bereut, Brad Pitt darf Held bleiben

Marc Terenzis Tochter macht ihm öffentlich Vorwürfe, Brad Pitts Kinder legen wortlos seinen Nachnamen ab. Die Väter reagieren unterschiedlich. Und die Öffentlichkeit bildet sich ein eigenes Urteil.
Summer Terenzi zeigt ihren Song auf Instagram.
Bild: Instagram

«Mein Vater wollte nie Kinder. Er war schon immer ein Narzisst.» Diese Zeilen singt Summer Terenzi. Die 19-jährige Tochter von Marc Terenzi und Sarah Connor findet in ihrem Werk «Daddy Issues» («Vaterkomplex») deutliche Worte – und ihr Vater stimmt ihr zu: «Summer hat vollkommen recht.»

Gegenüber «Bild» übernimmt der Sänger Verantwortung. «Ich war bis vor einem Jahr Alkoholiker und drogenabhängig und konnte deswegen kein guter Vater sein», sagt er und entschuldigt sich. Aber er betont: «Ich wollte immer Vater sein. Ich will meine Kinder, ich liebe meine Kinder.» Seine Tochter sei eine «erwachsene, starke Frau» und nach seinem Entzug hofft der 47-Jährige nun auf eine zweite Chance. Ob Summer ihm diese gibt, bleibt ihr überlassen.

Doch Terenzi appelliert an Väter in ähnlichen Situationen: «Egal, was in der Vergangenheit passiert ist: Es ist nie zu spät, eine bedeutungsvolle Beziehung zu Ihren Kindern aufzubauen und zu pflegen. Scheuen Sie sich nicht, diesen ersten Schritt zu tun – er wird das Leben von Ihnen beiden verändern.»

Fünf von sechs Kinder heissen nicht mehr wie Brad Pitt

Ob das auch auf Brad Pitt zutrifft? Auch seine Kinder sorgen für Schlagzeilen. Seit 2024 distanziert sich eines nach dem anderen öffentlich von ihm. Maddox, Shiloh, Zahara, Vivienne und zuletzt der 17-jährige Knox haben seinen Nachnamen bereits abgelegt.

Einzig Sohn Pax soll laut «Page Six» noch Kontakt zu ihm haben. Das, obwohl er 2020 genau zum Vatertag in einem Instagram-Post ausholte und Pitt als «Weltklasse Arschloch» bezeichnete, vor dem seine Kinder «vor Angst zittern».

Was genau hinter verschlossenen Türen geschehen ist, wissen nur sie. Klar ist aber: Ein geleakter FBI-Report von 2016 hat es in sich. Angelina Jolie beschuldigt Pitt, sie an Bord eines Privatjets betrunken am Kopf gepackt, geschüttelt, und gegen die Wand gedrückt zu haben. Auch die Kinder soll er angegriffen, eines davon sogar gewürgt und alle mit Bier übergossen haben.

Die Ermittlungen wurden ohne Anklage eingestellt, doch Jolie reichte daraufhin die Scheidung ein und die Reaktion seiner Kinder ist deutlich. Und Pitt? Der 62-Jährige bleibt der Hollywood-Liebling.

Im vergangenen Jahr sprach er in einem Podcast über seinen Entzug, den er nach der Trennung machte: «Ich war ziemlich am Boden. Ich probierte alles und jeden aus. Alles, was mir jemand anbot. Es war eine schwierige Zeit. Ich brauchte einen Neustart. Ich musste in einigen Bereichen verdammt nochmal aufwachen. Und es bedeutete mir sehr viel.»

Brad Pitt, der hübsche Mythos?

Angelina Jolie wird von seinen Fans derweil als Bösewicht dargestellt. Sie habe es nicht anders verdient, schliesslich habe sie seine Ehe mit Jennifer Aniston zerstört. Nun manipuliere sie die Kinder gegen ihren Ex-Mann. Natürlich gibt es durchaus Frauen, die ihre Kinder gegen den Vater aufstacheln – doch vollständig ist das Bild nicht. Und auch Brad Pitts Vergangenheit ist nicht makellos:

2017 gab er im «GQ»-Interview selbst zu, dass er sich seit seiner Zeit am College an «keinen Tag» erinnert, an dem er nicht «gesoffen oder Grass geraucht» habe. Auch er war an der Affäre mit Jolie beteiligt

Anfang der 90er-Jahre datete er die damals 16-jährige Schauspielerin Juliette Lewis, als er 26 Jahre alt war. Auch mit «Eine schrecklich nette Familie»-Star Christina Applegate hatte er ein Date, als sie 17 war.

Laut Gwyneth Paltrow verteidigte er einst seine damalige Freundin gegen Belästigungen von Harvey Weinstein. Doch er drehte weiterhin Filme mit dem Produzenten, der aktuell seine Haftstrafe wegen Vergewaltigung absitzt.

Brad Pitt profitiert von seinem Image als Hollywood-Schönling.
Bild: Scott A. Garfitt

Trotzdem feiern seine Fans Pitt als unantastbaren Superstar, «Sexiest Man Alive» – und unschuldiges Opfer. Oft sind es sogar Frauen, die den erfolgreichen Mann, den sie schon als Teenager herzig fanden, durch eine rosarote Brille sehen.

Und nicht nur er profitiert von dieser Doppelmoral. Einst wurde er mit der Boygroup «Natural» bekannt. Doch die Beziehung zu Sarah Connor, inklusive eigener Reality-Show, verlieh Marc Terenzi den Promi-Titel.

Nach den Vorwürfen seiner Tochter, wird jetzt online längst nicht nur er kritisiert. «Warum kann man das nicht privat klären?», wird mehrfach gefragt. «Da wird die PR-Keule geschwungen», denn Summer sei genau «wie ihre Mutter: Aufmerksamkeit um jeden Preis.» Und während die Öffentlichkeit diskutiert, haben die Promi-Kinder ihr Urteil längst gefällt. Ob mit oder ohne Worte.

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