Werbe-Flop

Brooklyn Beckham will Familienkrach zu Geld machen – und kassiert Shitstorm

Manche Promis machen sogar aus ihren eigenen Skandalen Geld. Nun versucht das auch Brooklyn Beckham und teilt für eine Werbung gegen seine Eltern aus – doch das geht nach hinten los.
Brooklyn und Ehefrau Nicola Peltz Beckham 2023 beim letzten öffentlichen Auftritt mit David und Victoria Beckham.
Bild: Vianney Le Caer

«Ihr fragt euch wahrscheinlich, warum ich die WM 2026 von zu Hause aus schaue. Das ist eine lange Geschichte», grinst Brooklyn Beckham und wirft ein paar WM-Tickets auf den Tisch. Die Szene stammt aus einer Werbung für den Lieferdienst «DoorDash», in der der Junior von David und Victoria Beckham offenbar über sein eigenes Familiendrama lacht. Offenbar kann man damit nicht nur Schlagzeilen, sondern auch das eigene Konto füllen.

Dass Promis – und offenbar auch ihre Sprösslinge – zum richtigen Preis für alles ihr Gesicht hergeben, ist nicht neu. Manche kitzeln mit etwas Selbstironie sogar Sympathien heraus. So spannte Schauspieler Ryan Reynolds 2022 Nick Cannon für eine Werbung seiner Gin-Marke ein. Der Moderator ist bekannt dafür, dass er 12 Kinder mit sechs verschiedenen Frauen hat (2022 waren es noch acht). In der Werbung mixt er darum einen Drink mit dem subtilen Namen «Vasektomie».

Sogar die sonst als völlig weltfremd geltende Gwyneth Paltrow wirkte im vergangenen Sommer für einen Moment witzig und sympathisch, als sie für die Tech-Firma «Astronomer» Werbung machte. Das Unternehmen geriet unfreiwillig in die Schlagzeilen, nachdem ihr CEO und die Personalchefin bei einem Coldplay-Konzert beim Fremdgehen erwischt wurden.

Die Firma holte daraufhin prompt die Ex-Frau von Coldplay-Sänger Chris Martin vor die Kamera, um «die wichtigsten Fragen» zu beantworten. Während Social-Media-Kommentare eingeblendet wurden, flötete Paltrow, man sei hocherfreut über das «neue Interesse an der Automatisierung von Datenworkflows».

Und Kendall Jenner machte sich Anfang 2026 über ihr Pech in Beziehungen lustig. Denn online wird gelästert, dass die Sportler, die sie datet, ständig verlieren. «Das Internet sagt, ich sei verflucht», säuselt sie in einer Werbung für Sportwetten. «Doch während die Welt darüber redet, habe ich darauf gewettet. Was glaubt ihr, wie ich mir dieses Haus sonst leisten könnte? Mit Modeln?», lacht sie und erklärt, wie man «auf den richtigen Typen» setzt, um ein cooles Auto zu bekommen, das sie natürlich nie fährt.

«Niemanden interessiert es», was Brooklyn Beckham tut

Das Rezept ist einfach: Das Produkt wird unterhaltsam verkauft, die Promis stehen gut da und im besten Fall wird das Ganze dann online zum Selbstläufer. Und viral gehen will heute ja jeder. Oft klappt das – doch bei Brooklyn ging die Strategie nur halb auf.

Man spricht zwar über die Werbung, aber die Kommentare sind überwältigend negativ. «Du schaust die WM zu Hause, weil du dich von deiner ganzen Familie getrennt hast», schreibt jemand mit einem lachenden Emoji. Oder «weil du keinen Job hast», meint jemand. «Niemand fragt sich, was du tust», heisst es in einem anderen Kommentar. Und es ist kein Wunder, dass die Sache so schlecht ankommt.

Zunächst ist Brooklyn Beckham kein Promi, sondern das Kind von Promis. Ausserdem hat er sich im vergangenen Januar in einem langen Statement darüber beschwert, dass seine Familie öffentliche Selbstdarstellung und Werbepartnerschaften über alles andere gestellt habe: «Die Marke Beckham kommt zuerst.»

Doch er und seine Ehefrau Nicola Peltz wollen kein Leben, das von Image, Presse oder Manipulation geprägt ist: «Alles, was wir wollen, sind Frieden, Privatsphäre und Glück für uns und unsere zukünftige Familie.» Dass Beckham Junior nun sein «Trauma» zu Geld machen will, wirkt ganz schön heuchlerisch. Ob es da zukünftige Werbedeals gibt?

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