Late Night Switzerland

Das sagt Büssi über die neue Bundesratskandidatin Céline Amaudruz

Würde die SVP-Nationalrätin mit Donald Trump zurechtkommen? Bei «Late Night Switzerland» erfahren Sie die Antwort. Dabei schiesst Büssi gleich noch gegen Ignazio Cassis.

Von ihr reden gerade alle, und auch Stefan Büsser gehört dazu: Mit der Bundesratsanwärterin Céline Amaudruz steigt er in die dieswöchige Folge «Late Night Switzerland» ein. Sie werde die vielleicht erste richtige SVP-Frau im Bundesrat, oder wie Büssi sagt: die erste «S Frau P».

Der spontane Griff zur Fernbedienung erfolgt nach drei Minuten Sendezeit. Aber Moment: Nach dem flachen Start wird es immerhin deutlich besser als das.

Amaudruz habe zu Recht empört auf die Frage reagiert, ob eine Mutter mit kleinen Kindern ein solches Amt ausüben könne. Immerhin helfe die Erfahrung mit kleinen Kindern «falls du einmal mit einem US-Präsidenten telefonieren muss». Und neu wäre es ohnehin nicht, neben dem politischen Amt noch jemanden hüten zu müssen. Karin Keller-Sutter passe im Bundesrat schliesslich auch noch nebenbei auf ihren Kollegen Ignazio Cassis auf.

Kinder mit Waffen an der Olma

Dann wagt sich Büssi an die geplante Lockerung der Exportregeln für Schweizer Waffen. Länder sollen beliefert werden, solange die Waffen keinen «militärischen Vorteil» bieten. Büssis Fazit: «Die Schweizer Rüstungsindustrie ist die einzige weltweit, die versichern muss, dass ihre Produkte nichts bringen.» Das sei, als würde ein Arzt jemandem Medikamente verschreiben, die der Patient anschliessend nicht einnehmen dürfe.

Die Ukraine wird auch weiterhin nicht zu den belieferten Ländern gehören. Ein Bild von Kindern an der Olma in St.Gallen, die eine militärische Ausstellung besuchen, kommentiert er mit der Feststellung, die Kinder hätten mehr Schweizer Waffen in die Hände gekriegt als das kriegsversehrte Land.

Julia Steiner verdient sich die AHV

Besser funktionieren die leichteren Themen. Zum Beispiel, wenn Donald Trump sich daran stört, dass die Uhren zweimal im Jahr umgestellt werden. Es sei eine grosse Belastung, so der US-Präsident. Büssi macht daraus einen Arzt-Sketch, in dem ein Patient nicht an Herzproblemen oder Beschwerden anderer Organe leidet, sondern an seiner «inneren Uhr».

Oder wenn Comedienne Julia Steiner sich als spitzfindige Studentin zu Büssi setzt, um darüber zu diskutieren, ob das Rentenalter künftig an die Zahl der geleisteten Arbeitsjahre gekoppelt werden soll.

Eine gewisse Nonsens-Toleranz verlangt danach das Comedy-Duo Oropax mit seinem neuen Programm «Zwei wie kein anderer». Comedian Volker Martins wäre gerne Zahnarzt, sein Bruder am liebsten etwas anderes: «Wenn du Zahnarzt sein willst, will ich dein erster Goldzahn sein.» Er setzt sich an die Ecke eines Tischs, schliesslich ist er ein Eckzahn, oder will gar nichts machen – als fauler Zahn. Und so weiter. Man muss es mögen.

Der Gast

Im Gastinterview überzeugt SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen als nahbare und fussballbegeisterte Politikerin. Büssi greift das Fussballthema auf und fragt, welcher Verein die schlimmeren Hooligans habe: YB oder die SP?

Das funktioniert meistens gut. Auch wenn Wasserfallen nicht mit jeder Frage etwas anfangen kann. Als Büssi herausfinden will, ob Wasserfallen gerne mehr Macht hätte, verweist er erst auf Trump und danach auf den Bundesrat. Wasserfallens Blick spricht Bände.

Und das war es dann auch schon. Nach einem Gastauftritt, einer Showeinlage des eigenwilligen Comedy Duos und 40 Minuten Büssi endet eine nach Murat Yakin und Bligg unspektakuläre, aber solide Ausgabe.

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