Was ist ein Fotobuch-Dummy? Eigentlich ist es ganz einfach: Es ist eine vorläufige, physische Version eines Fotobuchs, mit dem die Fotografierenden die Reihenfolge der Bilder, das Layout, die Grafik und die Gesamtqualität vor dem endgültigen Druck testen.
Doch warum sollen solche Entwürfe so interessant sein, dass ihnen nun sogar eine Ausstellung gewidmet wird? Mit Werken von nicht weniger als dreizehn Fotokunstschaffenden aus der ganzen Schweiz? Das ist vielleicht weniger einfach. Trotz der heutigen Digitalisierung sind Fotobücher zu einer immer wichtigeren Form geworden, um eigene Arbeit zu vermitteln und zu bewerben. Sei es für Präsentationen in Museen oder Galerien, sei es für Workshops oder Ausschreibungen. Die vorläufigen Versionen stehen für den Arbeitsprozess, der zum Endprodukt führt.

Indem die Ausstellung die «Dummys» zeigt, die ansonsten nicht für eine Veröffentlichung gedacht sind, macht es die Arbeit an den Fotobüchern und damit diese selber sichtbar. Die Ausstellung in der Galerie Bulb 6000, in der mit Kim Da Motta, Patrick Blank und Mischa Christen auch drei Luzerner Kunstschaffende vertreten sind, bietet in zwei öffentlichen Talks auch Gelegenheit zum Dialog. Diese finden am 30. Mai und am 20. Juni statt. (zvg/are)
Galerie Bulb 6000, Friedentalstrasse 11, Luzern. Bis 4. Juli. Mehr Infos: www.bulb6000.com
Vernissage: Samstag, 16. Mai, 17 bis 21 Uhr.







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