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Ausstellung

Von der indigenen Kultur Nordamerikas fasziniert: Luzerner kreiert Figuren, die schützen und lehren

Der Luzerner Matthias Estermann stellt im Raum für Kunst B74 Katsinas aus. Es sind indigen inspirierte Figuren. Der 71-Jährige ist seit über 50 Jahre von dieser Kultur fasziniert.

Sie schützt vor Albträumen. «Night Mare Weaver» heisst eine der Katsina-Figuren, die der Luzerner Matthias Estermann ausstellt. Am Freitag ist Vernissage im Kunstraum B 74 in Luzern.

Katsinas sind Puppen oder andere Figuren aus der Kultur indigener nordamerikanischer Stämme wie der Hopi. Matthias Estermann, geboren in Menznau und heute in Beromünster lebend, ist fasziniert von dieser Kultur. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass der 71-Jährige eigene Katsinas kreiert. Vor allem diejenigen der Hopi, Pueblo-Indigene in Arizona, sind seine Vorbilder.

«Night Mare Weaver» von Matthias Estermann.
Bild: zvg

Estermann ist Ethnologe und war als «Kultursöldner», wie er es selber bezeichnet, in Europa bewandert und unterwegs. Obwohl er nie in Nordamerika war, fühlt er sich seit über 50 Jahren mit den indigenen Menschen dort verbunden. In der Schweiz und anderswo konnte er führende Persönlichkeiten verschiedener indigener Nationen kennenlernen.

Matthias Estermann fühlt sich der indigenen Kultur verbunden.
Bild: zvg

Die Indigenen setzen die bunten Katsina-Puppen aus Pappelholz bei Kindern und vorab bei Mädchen als sozialpädagogisches Mittel ein: So lernen sie, die Weltanschauung und Lebensweise der verschiedenen Clans zu verstehen.

Auch Matthias Estermann sieht seine Katsinas als Kommunikationsmittel. Er macht aus vermeintlichen Abfallobjekten unserer Kultur mehrdeutige Botenträger. Sie sollen zum inneren Tanz animieren.

Vernissage am Freitag, 15. Mai, 19 Uhr, im B74 Raum für Kunst, Baselstrasse 74, Luzern. Öffnungszeiten Do/Fr. 16 –19 Uhr, Sa 14 – 17 Uhr. Bis 30. Juni.

«The sacred circle of the nations hoop» von Matthias Estermann.
Bild: zvg

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