
«Ich bin zu alt für den Scheiss!» Dieser Satz machte Danny Glover in den «Lethal Weapon»-Filmen unsterblich. Dabei war er damals erst 41 Jahre alt.
Doch während der fünfte Teil noch auf seinen Kinostart wartet, schockiert der 79-Jährige jetzt mit einer ganz anderen Nachricht: Er hat Alzheimer.
Bereits 2022 erhielt Glover die Diagnose. Jetzt verriet er in der «Today Show»: «Ich kann gewissermassen damit leben.» Und er hat Hoffnung: «Ich bin mir sicher, dass sich die Dinge ändern und anders gestalten werden, wenn die Krankheit fortschreitet.»

Er erinnerte sich an alles – bis es Lücken gab
Dass er nun öffentlich darüber redet, liegt an seiner Tochter Mandisa. «Es ist wichtig, dass er die Kontrolle über seine eigene Lebensgeschichte behält», erklärt sie.
Sie war es auch, die bemerkte, dass sich ihr Vater veränderte. Schliesslich erinnert er sich «an alles seit den 70er-Jahren – an welcher Strassenecke er stand, mit wem er sprach, worüber sie redeten, welche Farben die Kleidung hatte, einfach alles.»
Doch plötzlich gab es Lücken: «Er erzählte so viel über seine Eltern – und ich habe diese Geschichten immer und immer wieder gehört –, aber es fehlten Teile der Geschichte».
Von Hollywood zur Humanität
Glover ist ein legendärer Hollywood-Star und spielte fast 200 Rollen. Neben «Lethal Weapon» gehört auch das Drama «Die Farbe Lila» mit Whoopi Goldberg zu seinen berühmtesten Filmen.
Doch im echten Leben ist Glover ein Kämpfer. Als Bürgerrechtler, UN-Botschafter und Gründer einer Produktionsfirma für sozial engagierte Filme. Für sein Engagement bekam er 2021 den Jean Hersholt Humanitarian Award – kurz vor seiner Diagnose.
Auch jetzt kämpft er weiter für seine Überzeugung: «Wir stehen weltweit vor Herausforderungen.» Im «Today»-Interview sagte er: «Gerechtigkeit liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung», sagte er und fügte an: «Was ich von meinen Eltern gelernt habe – und das hat mich mein Leben lang begleitet –, ist die Fähigkeit des Menschen, sich aus eigener Kraft zu verändern. Man wird zum Architekten des eigenen Wandels.»
Jetzt, wo er selbst Unterstützung braucht, steht seine Familie an seiner Seite. Sein Bruder Martin sagt in der «Today Show»: «Er hat mich unter seine Fittiche genommen. Jetzt bin ich an der Reihe.»
Sie tauschen Erinnerungen über ihre Eltern aus, denn: «Am Ende dreht sich alles um die Familie.»
Ob Glover weiterhin vor der Kamera stehen wird, lässt der Schauspieler offen.



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