In «Sabrina – Total Verhext!» spielte Beth Broderick die Rolle der Tante Zelda. Doch was viele über die Schauspielerin nicht wissen: Sie half bereits extrem früh Menschen, die an AIDS oder HIV erkrankt waren.
Im Podcast «Hyperfixated» erzählt sie, wie es war, als man noch kaum etwas über die Krankheit wusste. «Das war damals in keiner Weise üblich, oder?», fragte Gastgeber Joseph Shepherd. «Oh nein! Die Menschen waren hysterisch«, sagt die heute 67-Jährige.
Sie las über die mysteriöse Krankheit, die damals «Schwulen-Krebs» genannt wurde: «Der Senator wollte ein Gesetz verabschieden, um schwule Männer in Quarantäne zu schicken, und ich dachte mir: ‹Ich weiss nicht, was das für eine Krankheit ist, aber ich muss helfen.›»
Sie war 23 Jahre alt, als sie an Thanksgiving bei einem Wohltätigkeitsessen war und erstmals auf die Kranken traf: «Es war erschütternd.» Auch heute noch merkt man ihr an, wie nahe ihr das geht. «Damals konnten wir für diese Menschen nichts tun. Die Krankheit raffte sie dahin», erzählt sie.
Es war, als hätten sie die Pest
Sie war schockiert, wie sehr die Menschen litten: «Ich sass bei jedem Einzelnen von ihnen und berührte sie. Sie waren so isoliert; selbst ihre Familien wollten nichts mit ihnen zu tun haben.» Es sei gewesen, als hätten sie die Pest. Broderick habe eine geweisse mütterliche Fürsorge empfunden: «Wenn man so krank ist, braucht man seine Mutter.»
Das führte dazu, dass sie 1984 mit «Momentum» eine der ersten Organisationen in New York ins Leben rief, die Menschen mit AIDS und HIV unterstützte: «Sie hatten keine passenden Kleider, weil sie so schnell Gewicht verloren. Damals gab es noch keine zugelassenen Medikamente und medizinische Kosten waren hoch. Zusätzlich zu ihrer Krankheit verhungerten sie auch noch.»
«Wir versuchten, den Menschen zu helfen, mit der Krankheit zu leben, auch wenn sie daran starben», erzählt Broderick. Bis auf einen Klienten und drei Volontäre hat niemand von damals überlebt. Dennoch sei sie dankbar, dass sie damals behilflich sein konnte.
In den Kommentaren zum Podcast zeigen sich Fans tief berührt und danken ihr für ihre Hilfe. «Ich habe nicht erwartet, dass Tante Zelda mich heute zum Weinen bringt», schreibt jemand.



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