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Kunst

Da treibt einer im Bellpark sein invasives Unwesen

Die Ausstellung «Mausi im Bellpark» mit dem Ostschweizer Künstler Beni Bischof startet diesen Samstag.

Mit «Mausi im Bellpark» übernimmt der Ostschweizer Beni Bischof die gesamte Ausstellungsfläche des Museums im Bellpark und verwandelt es in ein Spielfeld zwischen Übertreibung, Ironie und kalkuliertem Chaos. Beni Bischof ist in der Schweizer Kunstszene für witzige und bildstarke Arbeiten bekannt.

Beni Bischof.
Bild: Urs Bucher

Seine Kunst ist ein stets laufender Prozess und hat meistens einen Bezug zu den Ausstellungsorten. Er hinterlässt viele Spuren, er selbst ist jedoch schwer greifbar. Er bespielt zwar sein Terrain, pflegt aber gleichzeitig seine Skepsis gegenüber Ordnungssystemen und Regelwerken.

Er eignet sich unsere Denkmuster an und führt sie ad absurdum

Seine Kunst ist überschwänglich-ausgreifend und kennt keine Berührungsängste gegenüber Pop- und Undergroundkulturen. Die Banalität des Alltags, die scheinbare Sinnlosigkeit und Lächerlichkeit unseres Tuns sind zentral in seinen Arbeiten. Durch Kontextverschiebungen und das Manipulieren bestehender Zustände schafft er einen lebendigen und absurden Kosmos.

Als Inspiration und Ausgangsmaterial für seine scharfsinnig lustigen und verstörenden Arbeiten dienen ihm Musik, Literatur TV-Sendungen, Klatschhefte, die Absurditäten der Konsumgesellschaft und natürlich das Internet. Er eignet sich mediale Strategien und gängige Denkmuster an, bevor er sie mit simplen Eingriffen sabotiert.

Er stellt auch die Aufgaben des Museums in Frage

Wenn Beni Bischof nun den Bellpark besetzt, wird daraus ein Ereignis, das die räumliche Logik des Museums aushebelt. Er wird alles grundlegend verändern und auch die institutionellen Aufgaben des Museums in Frage stellen. Dass er eine ominöse Figur namens «Mausi» zum Komplizen macht, wird zur Herausforderung für all jene, die das Haus seit je liebevoll umsorgen. Den Besuchenden hingegen ermöglicht Beni Bischof durch seine subversiven Interventionen ein besonderes Erlebnis im Museum im Bellpark.

Subversives Werk von Beni Bischof, das im Bellpark sein wird.
Bild: zvg

Terminlich koordiniert mit der Ausstellung erscheint bei der Edition Patrick Frey das «Psychobuch 2», das auf über 752 Seiten Beni Bischofs wuchernde multimediale Produktion der letzten Jahre zusammenführt. Es gibt detaillierte Einblicke in das paradoxale Universum des Künstlers. (zvg/are)

Ausstellung «Mausi im Bellpark»; Vernissage am Samstag, 2. Mai, 17.00 im Bellpark Kriens. Der Künstler ist anwesend. Ausstellung bis 28. Juni.

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