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Kunst Luzern

Diese beiden zeigen eine «heitere Apokalypse»

Zum dritten Mal zeigt die Galleria Periferia das bekannte Zürcher Künstlerduo Lutz & Guggisberg.

Nach zwei installativ geprägten Präsentationen 2017 und 2021 präsentiert sich die Ausstellung «Reger Verkehr» in einer klassischen Form. Die beiden «modernen Brueghels» aus Zürich – Anders Guggisberg (*1966) und Andres Lutz (*1968) – zeichnen mit 51 Werken (25 Malereien, 25 Skulpturen sowie ein spontan entstandenes Wandbild) ein verschlüsseltes wie unterhaltsames Bild unserer Gegenwart. «Heitere Apokalypse», meinte eine Besucherin treffend.

So viele Werke könnte man als langweilig und redundant empfinden. Doch die Präsentation wirkt klar, leicht und zugleich präzise komponiert. Auffallend sind etwa die neuen Skulpturen aus zivilisatorischem Abfall, die vollständig mit weisser Farbe überzogen wurden, ebenso wie die Malereien aus der grünen und blauen Periode. Hinzu kommen monochrome Werke von bemerkenswerter Ausstrahlung.

Andres Lutz (links) und Anders Guggisberg in der Galeria Periferia.
Bild: zvg

Man fragt sich, wie diese komplexen Malereien von zwei Künstlern im Duo entstehen. Wer setzt den ersten Strich, wer greift ein, wer übermalt? Aus diesen eher zufällig entstehenden Konstellationen entwickeln Lutz & Guggisberg komplexe Geschichten, indem sie figurative Elemente beifügen. Ihre Handschriften vereinigen und vermischen sich. Es sind vor allem monochrome Malereien, die Farbintensität wird nur durch Zugabe von Wasser gesteuert. Einzig die weisse Farbe hilft, die Plastizität der Bilder zu verstärken. Die zum Teil nicht bemalte zartbeige Leinwand wirkt als dritte natürliche Farbschicht.

Die Ausstellung bietet Gelegenheit, in die komplexe und wie spielerische Welt von Lutz & Guggisberg einzutauchen. Für viele dürfte es ein heiteres Wiedersehen sein. (zvg/are)

Galeria Periferia; Unterlachenstrasse 12, Luzern; Samstag 25. April, 2., 9., 16., 30. Mai und 6./13. Juni, je 12 bis 17 Uhr; www.periferia.ch

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