
2025 wurde das Podest der beliebtesten Zentralschweizer Babynamen einmal kräftig durchgemischt. Einzig einer hat sich gehalten: Noah, der Name, der auf Hebräisch «Ruhe(bringer)» oder «Trost» bedeutet, ist vom zweiten auf den ersten Rang geklettert. Mit 52 Nennungen übernahm er den Spitzenplatz von Luca. Es folgen die Bubennamen Matteo (46) und Elias (44), wie die Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.
Bei den Mädchen ist Emma mit 42 Nennungen zurück an der Spitze. Der Name, der im Vornamenslexikon für «allumfassend», «gross» und «wunderbar» steht, belegt schweizweit den zweiten Platz. Knapp dahinter liegten Leonie und Sofia mit je 40 Nennungen gleichauf.
Luzern
Nur einer der drei beliebtesten Mädchennamen der Schweiz hat es auf das Podest im Kanton Luzern geschafft: Mia teilt sich mit 21 Nennungen den ersten Platz mit Leonie und Ella. Für eine Überraschung sorgt Ella: Der Name ist eine Kurzform von Elisabeth (auf Hebräisch «Mein Gott ist die Fülle»), Eleonora oder Elfriede (althochdeutsch für «Elfe», «edel», «Friede, Schutz») und war im letzten Jahr noch nicht in den Luzerner Top 10 vertreten.
Bei den Buben steht Matteo mit 30 Nennungen an der Spitze. Der italienische Name für Matthäus und Matthias bedeutet auf Hebräisch «Geschenk Jahwes» und belegt schweizweit den vierten Platz. Luca (27) schafft es dieses Jahr nur noch auf Platz zwei, gefolgt von Noah (24), der seit 2021 die gesamtschweizerische Rangliste anführt.
Es ist allerdings anzufügen, dass das Bundesamt für Statistik die unterschiedlichen Schreibweisen einzeln zählt. Entsprechend weichen die Resultate von jenen von Luzerner Statistik (Lustat) ab. Dort werden die Schreibweisen zusammengefasst, wodurch Sophia/Sofi(j)a, El(l)a und Lia(h)/Lya(h) die Spitze bilden.
Zug
Der Kanton Zug folgt dem schweizweiten Trend und setzt den altbekannten Noah mit 9 Nennungen auf den ersten Platz. Kian (8) und Elias (7) tauchen hingegen neu in den Zuger Top 10 auf. Ersterer ist eine Variante des irisch-gälischen Cian und bedeutet «alt», «anhaltend» oder «fortdauernd». Bei den Mädchennamen teilen sich die Klassiker Elena und Lina mit je zehn Nennungen den obersten Rang und auch der Name Emma (9) hat es den Zuger Eltern angetan.
Schwyz
Ein ähnliches Muster wie in der gesamten Zentralschweiz zeigt sich im Kanton Schwyz. Dabei ist erwähnenswert, dass Leonie, die hier mit 12 Nennungen auf dem Spitzenplatz liegt, schweizweit auf dem Abstiegspfad ist. Im Vergleich zu vor zehn Jahren entscheiden sich heute rund 100 Eltern weniger dafür, ihr Kind so zu nennen. Den zweiten Platz belegt Mia (11), gefolgt von Sofia (10). Bei den Buben schaffen es Elias (12) sowie Leo und Noah mit je 8 Nennungen auf das Podest.
Obwalden
Für etwas frischen Wind sorgt Unterwalden: Im Kanton Obwalden liegen bei den Mädchen Julia und Lea mit je 5 Nennungen und bei den Buben Emil mit 4 Nennungen auf dem ersten Rang. Es folgen dann aber doch noch die Dauerbrenner Lia (3), Elias (3) und Matteo (3).
Nidwalden
Im Kanton Nidwalden scheinen Trendnamen weniger beliebt zu sein. Wie bereits im Jahr 2023 macht bei den Mädchen Mila (4) das Rennen. Dario, «der Mächtige» (5), und Felix, «der Glückliche» (4), stehen bei den Buben an der Spitze.
Uri
Mit Noah (7) und Lia (4), die allmählich eine semantische Sättigung hervorrufen, führt uns der Kanton Uri zurück zur Zentralschweizer Hitparade. Mit dem zweitplatzierten Elio (statt Elia und Elias), der vom altgriechischen hēlios («Sonne») abstammt, zeigen sich die Urner Eltern etwas kreativer.
Der schweizweite Vergleich
Noah bleibt mit 481 Nennungen schweizweit und mit grossem Abstand der beliebteste Name für neugeborene Buben. Er ist sowohl in deutsch- als auch in französischsprachigen Kantonen vertreten. Es folgen Liam (341) und Gabriel (306).
Bei den Mädchenvornamen schwingen Sofia (370), Emma (361) und Mia (316) obenauf – und das seit Jahren. Dieses Jahr musste Emma, die bisher unangefochtene Nummer 1, der Sofia weichen. Vielleicht holt sich «die Weisheit» 2026 ja auch die Zentralschweizer Goldmedaille?


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