
Der Zentralschweizer Tarifverbund Passepartout erhöht seine Preise mit dem nächsten Fahrplanwechsel am 13. Dezember durchschnittlich um 3,7 Prozent. Der Aufschlag sei aufgrund gestiegener Kosten im öffentlichen Verkehr nötig, erklärte der Tarifverbund am Dienstag in einer Mitteilung. Passepartout sowie die Branchenorganisation des öffentlichen Verkehrs Alliance SwissPass hatten bereits im Frühling über die geplanten Tarifanpassungen informiert.
Diese Anpassungen fallen nun je nach Art der Tickets unterschiedlich aus. Einzelfahrausweise werden im Durchschnitt 3,1 Prozent teurer, während Kurzstreckenbillette unverändert bleiben. Abonnemente erhöhen sich mit 3,9 Prozent stärker, weil laut Passepartout «die Preisdegression auf längeren Strecken reduziert wird». Dadurch steige der Preis künftig mit jeder zusätzlichen Zone gleichmässiger an.
Sparbillette bleiben bestehen
In der durchschnittlichen Preiserhöhung von 3,7 Prozent ist auch die Abschaffung des Rabatts auf Mehrfahrtenkarten enthalten; diese waren bisher bis zu 5 Prozent günstiger als sechs einzeln gekaufte Billette. Mit der Abschaffung passt Passepartout einerseits seine Tarifstruktur an den nationalen direkten Verkehr an, der bereits heute keinen Rabatt bei Mehrfahrtenkarten kennt. Andererseits entspricht der Zentralschweizer Tarifverbund damit auch einer Vorgabe, dass regionale Vergünstigungen nur angeboten werden sollen, wenn sie auch national bestehen.


Weiter bestehen bleibt dagegen das FlexiAbo. Damit können Reisende an 100 frei wählbaren Tagen pro Jahr fahren. Das Angebot richtet sich vor allem an Personen im Homeoffice, Teilzeitarbeitende oder Freizeitreisende. Seit der Einführung des Angebots im Dezember 2023 sind laut Passepartout über 4’500 FlexiAbos verkauft worden.
Ebenfalls bestehen bleiben die Sparbillette innerhalb des Tarifverbunds Passepartout. Die SBB wollen das Angebot an Sparbilletten im Jahr 2027 zudem ausbauen. Wer ausserhalb der Hauptverkehrszeiten reist und frühzeitig bucht, kann somit von vergünstigten Angeboten profitieren. Passepartout hatte solche Sparbillette 2021 als erster Tarifverbund der Schweiz eingeführt. Seither wurden rund 250’000 Stück verkauft. (gr)

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