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Wolf im Meiental ist erlegt

Der zum Abschuss freigegebene Wolf ist am Freitag von einem Wildhüter abgeschossen worden.
Ein Wolf hat im Meiental sechs Schafe gerissen. Jetzt ist das schadenstiftende Tier erlegt.
Bild: Symbolbild: Keystone/ Bernd Weissbrod

Die Wildhut des Kantons Uri hat im Meiental einen Wolf erlegt. Dieser erfolgte in unmittelbarer Nähe zum Ort der vorangegangenen Nutztierrisse. «Ob es sich beim erlegten Tier um den schadenstiftenden Wolf handelt, ist immer schwierig zu beurteilen», sagt Sicherheitsdirektorin Céline Huber auf Anfrage unserer Zeitung. «Ein schadenstiftender Wolf kehrt oft relativ rasch wieder an den Ort zurück, an dem er Tiere gerissen hat.» Das bestätige sich im vorliegenden Fall. «Daher gehen wir davon aus, dass es auch wirklich der Wolf ist, der die Tiere gerissen hat.» Dem erlegten Tier seien DNA-Proben entnommen worden. Der Wolf wurde zur weiteren Untersuchung an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin in Bern überführt. Die Abschussverfügung wurde am Freitag, 12. Juni, vollzogen, wie die Sicherheitsdirektion mitteilt. Beim erlegten Wolf handelt es sich um ein männliches Einzeltier.

Weitere Massnahmen vorerst nicht nötig

Die Sicherheitsdirektion hatte am 9. Juni den Abschuss des Wolfs angeordnet, nachdem die Schadensschwelle gemäss Bundesrecht erreicht worden war. Auf der Alp «Heimkuhweide Fürlauwi» im Meiental hatten sich in den Tagen zuvor Wolfrisse ereignet, denen mindestens sechs Schafe zum Opfer gefallen waren.

Da sich im Kanton Uri bereits in früheren Jahren Wolfrisse an Nutztieren ereignet hatten, ist der gesamte Kanton Wolfpräsenzgebiet. Bei der Alp «Heimkuhweide Fürlauwi» handelt es sich gemäss der Beurteilung des Amts für Landwirtschaft um eine nicht zumutbar schützbare Alp. Weil die erforderlichen Notfallmassnahmen nach dem Wolfangriff umgesetzt wurden, war mit den mindestens sechs getöteten Nutztieren die Schadensschwelle erreicht.

Aktuell gebe es keinen weiteren Handlungsbedarf, wie Céline Huber sagt. «In der Zwischenzeit hatten wir keine weiteren Risse zu verzeichnen.» Es sei aber nicht auszuschliessen, dass sich andere Tiere bemerkbar machen würden. «Der Sommer ist die Hauptzeit, in der in vergangenen Jahren immer wieder Risse zu verzeichnen waren.» Dies hoffe man natürlich nicht. Sollte es Risse geben, müsse man erneut Massnahmen ins Auge fassen. (MZ)

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