Das ist bisher passiert
Seit dem 18. Juni wird der 56-jährige Wilhelm Lötscher aus Malters vermisst. Zuletzt wurde er an diesem Abend mit seinem Velo gesehen. Am 20. Juni veröffentlichte die Luzerner Polizei eine Vermisstmeldung und bat die Bevölkerung um Hinweise. Sechs Tage später ergänzte sie diese mit neuen Erkenntnissen: Demnach war Lötscher nicht – wie zunächst angenommen – mit einem roten Fahrrad der Marke Trek, sondern mit einem roten Velo der Marke Diamant unterwegs.

Zudem stellte die Polizei klar, dass der Vermisste zuletzt das auf dem veröffentlichten Bild gezeigte Oberteil trug. Seither laufen die Ermittlungen und die Suche nach dem Vermissten.

Lötscher ist 178 cm gross, schlank und hat eine Glatze mit wenigen Haaren oberhalb der Stirn. Er trug eine gräulich braune Hose (Bermuda), sowie eine schwarze Bauchtasche. Auffällig ist eine Operationsnarbe an seinem rechten Knie.
Das ist über das gefundene rote Velo bekannt
In den sozialen Medien kursieren Bilder eines roten Velos, das in einem Waldgebiet bei Wolfwil (SO) gefunden wurde. Ob es sich dabei um das Velo des vermissten Wilhelm Lötscher handelt, kann die Luzerner Polizei derzeit nicht bestätigen. «Wir haben Hinweise zu roten Velos erhalten und gehen allen Meldungen nach», sagt Yanik Probst, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Ob zwischen dem Fund in Wolfwil und dem Vermisstenfall ein Zusammenhang besteht, ist offen.
Freiwillige organisieren Suchaktion
Am kommenden Samstag und Sonntag wollen Freiwillige in und um Malters erneut nach Wilhelm Lötscher suchen. Initiantin der Suchaktion ist Nadine Rauber, die den Vermissten aus früheren Tagen kennt. «Die Hoffnung stirbt zuletzt», sagt sie. Ziel sei es, weitere Waldgebiete systematisch abzusuchen. «Wir möchten der Familie und dem Dorf Gewissheit verschaffen. Die Ungewissheit belastet alle. Mit einer Suchaktion können wir viel bewirken.»
Die Organisatoren betonen, dass sie die Polizei unterstützen und nicht behindern wollen. «Wir möchten Hand in Hand arbeiten.» In einer privaten Whatsapp-Gruppe haben sich rund 200 Personen zusammengeschlossen. Wieviele Personen am kommenden Wochenende tatsächlich teilnehmen werden, ist offen. Sie betont, dass die Sicherheit der Helferinnen und Helfer oberste Priorität habe. Rauber sagt, dass die Polizei die Wälder bereits mehrfach – unter anderem mit Suchhunden – abgesucht habe. Dennoch hoffe sie, dass möglichst viele Freiwillige mithelfen und so vielleicht den entscheidenden Hinweis liefern. Wer mithelfen will, kann sich direkt bei Nadine Rauber (078 228 08 07) melden.
So sucht die Polizei nach dem Vermissten
Die Polizei prüft sämtliche Hinweise, welche aus der Bevölkerung eingegangen sind. Der 56-Jährige ist in Malters kein Unbekannter. Als «Willy» und Mitglied der Güügali-Zunft ist er vielen bekannt. Gleichzeitig setzt die Polizei die Suche fort. «Wir schöpfen alle Mittel aus, die wir haben», sagt Probst. Welche Einsatzmittel – etwa Hunde, Drohnen oder Helikopter – dabei konkret zum Einsatz kommen, will die Polizei jedoch nicht bekannt geben. Probst betont, dass weiterhin aktiv nach dem Vermissten gesucht werde.
Die für das kommende Wochenende geplante private Suchaktion begrüsst die Polizei grundsätzlich. «Jede Mithilfe, um den Vermissten zu finden, ist gut», sagt Probst. Er appelliert an die Freiwilligen, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen und mögliche Spuren nicht zu beeinträchtigen.
So geht es weiter
Die Ermittlungen laufen weiter. Die Polizei wertet neue Hinweise laufend aus und bezieht sie in die weiteren Abklärungen ein. Wer Angaben zum Aufenthaltsort von Wilhelm Lötscher machen kann, wird gebeten, sich unter Telefon 041 248 81 17 bei der Luzerner Polizei zu melden.


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.