Tag der offenen Türe

Werkhof, Entsorgung und Feuerwehr unter einem Dach: Seelisberg eröffnet Neubau

Im Herbst 2024 stimmte die Seelisberger Bevölkerung dem Projekt mit 88,9 Prozent Ja-Stimmen deutlich zu. Knapp zwei Jahre später konnte der Neubau nun der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Am vergangenen Samstag, 29. August, fand in Seelisberg die Eröffnungsfeier des neuen Werkhofs, der Entsorgungsstelle und des Feuerwehrgebäudes, kurz WEF, statt. Rund 250 Personen nutzten die Gelegenheit, den Neubau zu besichtigen und sich ein Bild von den neuen Räumlichkeiten zu machen, wie die Gemeinde Seelisberg in einer Mitteilung schreibt.

Der Neubau vereint drei wichtige Aufgabenbereiche der Gemeinde: Werkhof, Entsorgung und Feuerwehr. Die Zusammenführung dieser Nutzungen unter einem Dach zeigt sich auch in der Architektur. Von vorne betrachtet ist das Gebäude klar in die drei Bereiche Feuerwehr, Büro und Werkhof gegliedert.

Farbliche Akzente gesetzt

Ein prägendes Element des Gebäudes ist das Vordach. Es überspannt den Feuerwehr- und den Werkhofbereich und bietet dort einen geschützten Unterstand. In der Gebäudemitte wurde bewusst darauf verzichtet, das Vordach durchzuziehen. Dadurch konnte ressourcenschonend gebaut werden. Die Trapezblechfassade verleiht dem Gebäude eine schlichte und funktionale Erscheinung. Das rote Feuerwehrtor und die blauen Werkhoftore setzen farbliche Akzente. Ergänzt wird die Gestaltung durch die sichtbare Holzkonstruktion an den Dachuntersichten.

Auf der linken Seite und hinter dem Gebäude befinden sich die verschiedenen Einrichtungen für die Entsorgung. Im Inneren präsentiert sich der Neubau schlicht und funktional. Die Feuerwehr verfügt über ausreichend Platz für Material, Garderoben sowie den Unterhalt und die Wartung ihrer Ausrüstung. Im Bereich des Werkhofs stehen Lagermöglichkeiten für verschiedene Materialien sowie eine kleine Werkstatt für den Unterhalt der Geräte zur Verfügung.

Im Mittelteil des Gebäudes befinden sich die Büroräumlichkeiten, ein Aufenthaltsraum, der auch als Sitzungszimmer genutzt werden kann, sowie ein Technikraum. Ergänzt wird das Angebot durch zwei öffentliche Toiletten. Geplant und umgesetzt wurde der Neubau von der Architektur 3 AG aus Buochs.

«Ein spezieller Moment»

Die Gemeindepräsidentin Sonja Truttmann eröffnete die Feier mit einer Ansprache. Auch die Regierungsrätin und Sicherheitsdirektorin des Kantons Uri, Céline Huber, richtete einige Worte an die Anwesenden. Anschliessend segnete der Gemeindeseelsorger Dr. Sándor Szakács den Neubau ein.

«Für mich war das klare Ja an der Urne zum Bauprojekt durch die Bevölkerung ein spezieller Moment. Es ist schön, nun das gelungene Gebäude der Öffentlichkeit präsentieren zu können», sagte die Gemeindepräsidentin Sonja Truttmann.

Das schöne Wetter lud anschliessend zum gemütlichen Beisammensein ein. Dank des von der Gemeinde offerierten Verpflegungsangebots war für das leibliche Wohl gesorgt. Für Unterhaltung sorgte die Feuerwehr mit zwei eindrücklichen Demonstrationen. Gezeigt wurde zum einen, wie ein Ölbrand gelöscht wird, zum anderen ein Einsatz bei einem Verkehrsunfall mit einem Auto. (rwi/zvg)

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