
In Wauwil soll aus Grüngut künftig vermehrt erneuerbare Energie entstehen: Die Axpo Kompogas Wauwil AG, eine Tochtergesellschaft des Energieunternehmens Axpo, will bei ihrer Vergärungsanlage eine neue Biogasanlage realisieren. Das entsprechende Baugesuch wurde bereits im Dezember 2025 eingereicht. Die Anlage speist das bislang zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzte Biogas künftig ins Gasnetz ein. Damit könne jährlich rund 11,4 Gigawattstunden Energie produziert werden, teilen Axpo, EWL und Wauwiler Champignons AG mit. Die heutige Anlage verarbeitet jährlich rund 20'000 Tonnen Biomasse und gewinnt daraus Biogas und Naturdünger.
Abnehmerin des produzierten Gases ist die EWL. Der Energieversorger plant den Bau einer rund 3,2 Kilometer langen Gasleitung zwischen Mauensee und Wauwil, um das Biomethan ab Mitte 2027 ins bestehende Erdgasnetz in der Region Sursee einzuspeisen. EWL investiert dafür rund 2,7 Millionen Franken. Das Baugesuch für die Leitung und die Erschliessung der Biogasanlage wurde Mitte März eingereicht.
Ebenfalls beliefert wird die Wauwiler Champignons AG. Das Familienunternehmen produziert pro Woche rund 150 Tonnen Pilze und handelt mit verschiedenen Kultur- und Wildpilzen. «Die Nutzung von Biomethan ist ein weiterer Meilenstein in unserer Nachhaltigkeitsstrategie», wird Roland Vonarburg, Inhaber und Geschäftsführer der Wauwiler Champignons AG, in einer Mitteilung zitiert. Gegenwärtig bezieht das Unternehmen Fernwärme aus der Axpo Kompogas Wauwil AG, braucht aber auch noch fossile Energieträger für die Wärme- und Dampferzeugung. (rem)




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