Mega-Umstellung

Grösster Fahrplanwechsel seit 28 Jahren: Das ändert sich bald für Luzerner ÖV-Gäste

Weniger umsteigen in Stadt und Agglomeration, dichtere Takte rund um Kriens und Sursee sowie zusätzliche Züge am Wochenende: Der Verbundrat des VVL hat den umfassenden Ausbau des kantonalen ÖV-Netzes offiziell genehmigt.

Der Verbundrat des Verkehrsverbunds Luzern (VVL) hat das definitive Angebot für den Fahrplan 2027 genehmigt. Damit steht im Kanton Luzern am 13. Dezember der grösste Fahrplanwechsel seit 28 Jahren bevor, wie der VVL in einer Meldung schreibt.

Im städtischen Busnetz schaffen neue Durchmesserlinien direkte Verbindungen: Die Linien 3 und 4 binden Littau Gasshof künftig direkt an den Bahnhof Luzern, die Büttenenhalde und das Würzenbach-Quartier an. Das Kantonsspital wird über die Linien 8 und 9 umsteigefrei an den Hirtenhof sowie via Matthof an Littau angeschlossen, während die Linie 20 eine durchgehende Fahrt von Ennethorw bis nach Meggen ermöglicht. Zudem wird die Linie 40 sonntags bis Waldibrücke und die Linie 46 tagsüber bis Luzern Ibach verlängert.

In Kriens erschliessen die neuen Linien 31 und 32 Sidhalde, Spitzmatt und die Pilatusbahnen im Halbstundentakt mit Anschluss an die Bahnhöfe Mattenhof und Horw. Auf dem gemeinsamen Abschnitt ergänzen sie sich zum 15-Minuten-Takt. Die Linie 15 fährt neu bis 23 Uhr, und in den Spitzenzeiten entlastet die neue Linie 33 (Kriens–Luzern–Adligenswil) die Linie 1.

Auch in den Regionen ausserhalb der Luzerner Agglomeration wächst das Angebot: Zwischen Sursee und Willisau verdichten die Linien 63 und 66 den Takt zu den Hauptverkehrszeiten auf 15 Minuten. Die Linie 66 bedient neu alle Haltestellen und fährt bis ins Willisauer Rossgassmoos. Ergänzend erhält Sursee morgens einen Entlastungskurs der Linie 85 sowie eine angepasste Route der Ortsbuslinie 86 via Badrain. Im Entlebuch wird die Linie 233 am Wochenende besser auf die Züge in Schüpfheim abgestimmt, und im Wiggertal der Halbstundentakt der Linie 608 nachmittags ausgeweitet.

Als Reaktion auf die Resultate der Vernehmlassung wird die Wochenendkapazität auf der Schiene erhöht. So erhält die S9 am Wochenende einen neuen Frühkurs von Beinwil am See nach Luzern sowie längere Züge am Samstagnachmittag nach Hochdorf. Auf dem RE24 verkehren samstags bereits ab 8 Uhr Doppelstockzüge, und auf der S1 (Luzern–Baar) sorgen zusätzliche Doppeltraktionen für mehr Sitzplätze.

Alle Änderungen im Detail sind unter www.vvl.ch/fahrplan2027 zu finden, Informationen zum Agglomerationsbusnetz unter www.luzern-fährt-neu.ch. (luz)

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