Am 29. November stimmt die Urner Stimmbevölkerung über die Revision der kantonalen Verordnung über die Strassenverkehrssteuern ab. Die Sektion Uri des VCS Verkehrs-Club der Schweiz empfiehlt ein Ja zur bescheidenen Erhöhung der kantonalen Strassenverkehrssteuern.
Unter anderem dank der Einnahmen aus den Strassenverkehrssteuern könne der Kanton den aufwendigen Strassenunterhalt sicherstellen, schreibt der VCS in einer Mitteilung. In einem Gebirgskanton wie Uri sei der Aufwand hierfür beträchtlich. Davon profitiere aber die Urner Bevölkerung direkt. «Diese moderate Erhöhung trägt zur Sicherheit auf den Urner Strassen bei», wird Philipp Rohrer, Geschäftsleiter VCS Uri, in der Mitteilung zitiert.
Strassenunterhalt in dünn besiedelten Gebieten
Gerade weil in gewissen Urner Seitentälern die Menschen auf ein Auto angewiesen seien, brauche es sichere und gut unterhaltene Strassen. Dank der Erhöhung der Strassenverkehrssteuern könne der Kanton auch in Zukunft Strassen in dünn besiedelten Gebieten und unter schwierigen topografischen Verhältnissen unterhalten, nicht zuletzt bei winterlichen Bedingungen. «Die moderate Erhöhung ist somit auch ein Zeichen der innerkantonalen Solidarität», so Philipp Rohrer.
Die aktuell gültigen Tarife sind laut der Mitteilung seit 1998 in Kraft. Jetzt sollen sie um 10 Prozent erhöht werden. Die allgemeine Teuerung seit 1998 sei mit knapp 20 Prozent jedoch doppelt so hoch. Die bescheidene Erhöhung gleicht die Teuerung also nur zur Hälfte aus. Dazu Alf Arnold, Vorstandsmitglied VCS Uri: «Die Erhöhung ist eine Frage der Fairness. Die Tickets für den öffentlichen Verkehr haben sich im selben Zeitraum um rund 40 Prozent verteuert, die Kosten für den Tiefbau sind gar um rund 55 Prozent gestiegen.»
Die kantonalen Strassenverkehrssteuern machten durchschnittlich gerade etwa 3,6 Prozent der Jahreskosten eines Autos von rund 11'000 Franken aus. Eine Erhöhung um 10 Prozent belaste das Portemonnaie mit 30 bis 40 Franken pro Jahr. (zvg)


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