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VBL spenden 13 Trolleybusse in die Ukraine

Die Luzerner Verkehrsbetriebe beteiligen sich an einem Hilfsprojekt des Bundes: Eine ukrainische Grossstadt erhält 13 ausrangierte Busse aus Luzern.
Dies ist einer der Luzerner Busse, die für die Ukraine bestimmt sind.
Bild: BIld: zvg

Die weiss-blauen Busse der Luzerner Verkehrsbetriebe könnten demnächst auch in der Ukraine unterwegs sein. Die VBL beabsichtigen, 13 gebrauchte Busse an die Stadt Schytomyr zu spenden. Die Grossstadt befindet sich 120 Kilometer westlich von Kiew. Aktuell wird ein passender Partner für den Transport der Busse in die Ukraine gesucht.

Zu dieser Spende kam es aufgrund einer Anfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) und der Stadt Luzern, wie VBL-Sprecher Marc Schwegler sagt: «Aktuell sind wir daran, das entsprechende Vertragswerk final aufzubereiten und letzte Details zu klären.» Dazu gehören unter anderem, was genau zur Lieferung gehören wird. Mit dem Projekt erhält die Stadt Schytomyr von den VBL 10 Gelenk- und 3 Doppelgelenk-Trolleybusse. Ebenfalls stehe ein Spezialfahrzeug zur Wartung der Oberleitungen zur Debatte.

Auch eine allfällige Zwischenlagerung müsse vorab geklärt werden. Die Busse sind in Luzern noch aktiv im Betrieb und sollen laut Ausschreibung zwischen April 2026 und Dezember 2027 in die Ukraine gebracht werden. «Unser Busnetz wird ohne Reserven geführt, deshalb können wir die Busse erst freigeben, wenn wir Ersatz haben», so Schwegler. Danach sollen die Busse mitsamt Ersatzteilen und Wartungsausrüstung in die Ukraine geliefert werden.

Aktive Hilfe beim Wiederaufbau der Ukraine

Die Auswahl des zukünftigen Einsatzortes traf das Seco. Dieses pflegt eine enge Kooperation mit Schytomyr und hat dort neben der Stadtentwicklung auch bereits Projekte im Bereich Energieeffizienz erfolgreich umgesetzt. So etwa ein Biomassekraftwerk, das mithilfe von Schweizer Privatunternehmen gebaut wurde.

Der Bund verfolgt darüber hinaus umfassende Pläne: Im Sommer 2024 entschied er, die Schweizer Privatwirtschaft in den Wiederaufbau der Ukraine einzubringen. Mit Erfolg: Über 80 Projektideen von 60 Schweizer Unternehmen flossen beim Bund ein, davon wählte das Seco die zwölf bestbewerteten Projekte aus. Der finanzielle Beitrag des Bundes beläuft sich auf insgesamt 93 Millionen Franken. Neben Investitionen in ÖV und Infrastruktur finden sich auch Projekte im Bereich Gesundheit oder humanitäre Minenräumung.

Schytomir in der Ukraine ist nicht der erste Ort, an dem ehemalige VBL-Busse ein zweites Leben erhalten. Laut Schwegler sind auch in Chile, Bulgarien und Kongo Busse aus Luzern unterwegs.

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