Haushaltsgeräte

V-Zug verzichtet auf den Nahen Osten und steigert den Umsatz im ersten Halbjahr

Nach einem enttäuschenden Geschäftsjahr 2025 startet V-Zug gut ins neue Halbjahr. Vor allem in der Schweiz und in den USA werden die Produkte stark nachgefragt.
Das Logo der Firma V-Zug am Hauptsitz in Zug.
Bild: Dominik Wunderli (Zug, 13. 3. 2024)

Der Haushaltsgerätehersteller aus Zug befreit sich aus der Schlinge. Nach einem schwachen Geschäftsjahr verkündet er im ersten Halbjahr 2026 bessere Zahlen. V-Zug steigert den Umsatz auf 284,5 Millionen Franken, was einer Steigerung um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch der Bruttogewinn konnte von 3 auf 7,9 Millionen Franken gesteigert werden. «Der solide Start ins Jahr 2026 bestätigt uns darin, unsere geschärfte Strategie sowie unsere Initiativen für gezieltes Wachstum und weitere Effizienz- sowie Kostenoptimierungen konsequent voranzutreiben», sagt Christoph Kilian, CEO von V-Zug.

Die Treiber dieses Wachstums sind sowohl die positive Umsatzentwicklung in der Schweiz als auch das Nordamerika-Geschäft. «Die Steigerung im Schweizer Markt kommt hauptsächlich aus dem Geschäft mit den Handelspartnern», sagt Kilian. In der Schweiz vertreibt V-Zug seine Geräte über ein breites Netz von Fachhändlern.

US-Geschäft floriert trotz Zöllen

Obwohl das Eigenmarkengeschäft bei den Tochtergesellschaften in verschiedenen Teilen der Welt mit 28,6 Millionen Franken (Vorjahr 30,2 Millionen Franken) eher schwächelte, wurden die Gesamterlöse international gesteigert. Das liegt hauptsächlich am Nordamerika-Geschäft mit dem Partner OEM: «Die Konjunktur in den USA läuft gut und wir bieten in Amerika eines der besten Produkte an», sagt Kilian. Der Nettoerlös stieg von 8,6 Millionen Franken auf 15 Millionen Franken, was den leichten Umsatzrückgang bei den anderen Tochtergesellschaften überkompensierte. Auch mit der momentan geringen Zollschranke käme man gut zurecht. Der angestrebte Markteintritt in die Vereinigten Arabischen Emirate wurde mittlerweile auf Eis gelegt. Die Gespräche wurden aufgrund des Kriegs sistiert.

Mit dem Bau des neuen Headquarters Zephyr West in Zug wird 2028 der letzte Schritt der Arealtransformation abgeschlossen, welche das Unternehmen gesamthaft 350 Millionen Franken kostet. Bis die Transformation umgesetzt ist, bleiben die Investitionskosten hoch und der Free Cashflow dementsprechend tief. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Cashflow allerdings um 20 Millionen Franken erhöht werden, was unter anderem am besseren operativen Ergebnis liegt.

Das Angebot wurde in allen Preissegmenten ausgebaut. Mit Blick in die Zukunft sei man vorsichtig optimistisch, so Kilian, aufgrund der weiterhin schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Lage.

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