Kanton Uri

Jedes Stück aus Urner Holz ist ein Unikat

Acht Schulklassen werken seit Herbst 2025 mit Holz aus dem nahen Wald. Auch in diesem Schuljahr erarbeiteten mehrere Schulklassen individuelle Sitzgelegenheiten aus einheimischem Holz.

Im Schuljahr 2025/2026 haben 134 Jugendliche Hand angelegt und ihren eigenen Urner Holzstuhl hergestellt. Acht Schulklassen aus verschiedenen Gemeinden sind an der zweiten Generation des Projekts «Urner Holzstuhl» des Holzkreislaufs Uri beteiligt. Ihnen wurde kostenlos das benötigte Urner Holzmaterial zur Verfügung gestellt und eine Exkursion im Wald oder in einem Holzbetrieb angeboten, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Uri.

Ein Stern als Stuhl? Wieso nicht. Ausstellung der Urner Holzstühle im Schulhaus Flüelen.
Bild: zvg

Zum Abschluss des Projekts wurden die verschiedenen Unikate kurz vor den Sommerferien ausgestellt. Projektunterstützerinnen und -unterstützer konnten so die Klappstühle bewundern, den Schülerinnen und Schülern ein Znüni bringen und direkt Fragen zu Wald und Holz beantworten. «Es ist toll zu sehen, was die Schülerinnen und Schüler aus dem in Uri nachwachsenden Rohstoff gezaubert haben. Zusätzlich zum konkreten Schaffen haben die Jugendlichen gelernt, dass das Verwenden von Holz gut fürs Klima, für einen gesunden und stabilen Urner Wald und für die Wertschöpfung der einheimischen Wirtschaft ist», wird Roland Wüthrich vom Amt für Forst und Jagd in der Mitteilung zitiert.

Alles wird von den Schülern selbst erstellt

In Flüelen durchliefen die Schülerinnen und Schüler den gesamten Gestaltungs- und Produktionsprozess: von der ersten Idee über die Skizzen und Modelle bis hin zum fertigen Stuhl. Neben handwerklichen Fähigkeiten standen auch mathematische und technische Überlegungen an, denn das Material musste berechnet, Volumen und Gewicht bestimmt und die Stabilität der Konstruktion geprüft werden. Parallel dazu waren die Nachhaltigkeit und der Holzkreislauf Thema im Unterricht.

Gruppenbild bei der Ausstellung an der Schule Altdorf (von links): Lukas Wyrsch, Fabio Frei, Roland Wüthrich, Simon Schuler, Céline Huber, Wendel Loretz, Marco Schuler, Michael Arnold und Niklaus Annen.
Bild: zvg

Die Jugendlichen setzten sich mit der Herkunft des Holzes auseinander und erkannten, welche Bedeutung Holz als regionaler und nachwachsender Rohstoff hat. «Im Werkunterricht haben unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts ihre eigene Sitzgelegenheit aus Holzlatten geplant und gebaut. Dabei entstanden individuelle Stühle, Hocker und Sitzbänke – jedes Stück ein echtes Unikat», schreibt eine Lehrperson auf der Schulwebsite.

Diverse Beteiligte finanzieren das Projekt

Das Projekt «Urner Holzstuhl» für Urner Schulklassen wird durch den Holzkreislauf Uri angeboten und finanziell durch den Kanton Uri, die Korporation Uri, die Urner Raiffeisenbanken, Wikkelhouse Schweiz sowie die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz unterstützt. Im Rahmen des Werkunterrichts kann auch im Schuljahr 2026/27 eine Sitzgelegenheit hergestellt oder eine andere Idee aus Urner Holz verwirklicht werden. Weitere Informationen finden sich unter www.holzkreislauf-uri.ch und interessierte Lehrpersonen können sich zur Teilnahme bei sid.afj@ur.ch anmelden. (inf)

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