Uri

Schülerinnen und Schüler präsentieren Werkstücke aus Urner Holz

Schulklassen haben mit Holz aus dem nahen Wald gewerkt und originelle Sitzgelegenheiten erschaffen. Die ersten Resultate des Projekts «Urner Holzstuhl» sind nun zu bewundern.
Zwei Werkstücke von der Schulklasse in Bürglen.
Bild: zvg

Im Rahmen des Projekts «Urner Holzstuhl» erstellen Schülerinnen und Schüler von zehn Urner Schulklassen seit vergangenem Herbst aus verschiedenen Gemeinden im Werkunterricht individuelle Sitzgelegenheiten aus Urner Holz. Einige Klassen haben zuerst ein Holzmodell gefertigt, um die ideale Konstruktion herauszufinden oder Materialverlust zu vermeiden. Bei der anschliessenden Herstellung des Originals zeigt sich dann, wie wichtig eine sorgfältige Planung der Arbeitsabfolge ist und dass mathematische Kenntnisse wie Massstabsberechnungen oder Winkel messen sowie deren Übertragung auch im Werkunterricht nützlich sind.

Als Abwechslung zum Schulzimmer bietet das Projekt des Holzkreislaufs Uri den Schulklassen die Gelegenheit eines Besuches im Wald oder in einem Holzbetrieb. Mit Fachleuten erleben sie dabei den gesamten Kreislauf vom Wachsen des Baumes über die Holzernte bis hin zur Herstellung des Holzproduktes und der Wiederverwertung durch Recycling. Eine Lehrperson dazu: «Nach dem Referat wissen wir nun auch, was man unter Mondholz versteht, wie viel und wie lange CO 2 im Holz gebunden wird und dass das Wachstum der Bäume unter anderem auch von der Höhenlage abhängig ist.»

Ausstellung von Einzelstücken an verschiedenen Standorten

Bis zu den Sommerferien sind selbstgefertigte Urner Holzstühle von Schülerinnen und Schülern bei den Urner Raiffeisenbanken in Altdorf, Andermatt, Bürglen, Erstfeld und Schattdorf, beim Verwaltungsgebäude der Korporation Uri in Altdorf und bei der kantonalen Verwaltung in Altdorf zu bewundern. Am Montagabend wurde die Ausstellung im Beisein der Projektbeteiligten bei der Raiffeisenbank Schächental in Bürglen eröffnet – passenderweise in einem Gebäude, das fast gänzlich aus einheimischem Holz gebaut ist. Sicherheitsdirektorin Céline Huber zeigte sich beeindruckt von den Werken: «Durch das Schaffen mit der Ressource Holz im Schulunterricht wird das Bewusstsein für die Nutzung von regionalem Holz, für die Schutzwaldpflege und für die Kreislaufwirtschaft bei den Jugendlichen gestärkt. Für die nächste Generation soll klar sein: Wer mit Urner Holz arbeitet und den Holzkreislauf Uri aktiv unterstützt, tut Gutes fürs Klima und den Wald.»

Projektbeteiligte und Schülerinnen (von links): Wendel Loretz, Roland Wüthrich, Céline Huber, Lilith, Sara, Beat Bütikofer, Marco Infanger.
Bild: Amt für Forst und Jagd/zvg

Nächste Ausgabe des Projekts Urner Holzstuhl startet im Herbst 2025

Das Projekt «Urner Holzstuhl» ist Teil des Holzkreislaufs Uri. Es wird durch den Kanton Uri angeboten und finanziell durch die Korporation Uri, die Urner Raiffeisenbanken, Wikkelhouse Schweiz sowie die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz unterstützt. Im Schuljahr 2024/2025 haben sich über zweihundert Jugendliche aus zehn Urner Schulklassen der 5. bis 9. Klasse am Projekt beteiligt. Ihnen wurde das benötigte Holzmaterial sowie eine Führung im Wald oder in einem Holzbetrieb kostenlos zur Verfügung gestellt. Das erfolgreich angelaufene Projekt wird auch im nächsten Schuljahr weitergeführt. (zvg)

Interessierte Lehrpersonen können sich auf der Internetseite www.holzkreislauf-uri.ch informieren und unter sid.afj@ur.ch für die Teilnahme im Schuljahr 2025/2026 anmelden.

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