Die Standortförderung Uri stand 2025 in engem Austausch mit der Wirtschaft. Insgesamt wurden 130 qualifizierte Kontakte mit bestehenden Unternehmen geführt und 20 Betriebe vor Ort besucht, wie es in einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion Uri heisst. Im Fokus standen dabei insbesondere die Unterstützung bei Standortfragen, Erweiterungsvorhaben sowie die Vermittlung von geeigneten Flächen und Partnern.
Auch im Bereich Ansiedlungen und Neugründungen sei die Nachfrage hoch gewesen: Die Standortförderung begleitete sieben Gründungen, darunter zwei internationale Ansiedlungen, und stand mit 55 weiteren Ansiedlungsinteressierten und Gründenden in Kontakt. Die Unterstützung reichte von Standortabklärungen über die Koordination mit Behörden bis hin zu Fragen rund um Immobilien und Infrastruktur.
Neue Flächen für Start-ups
Auf der Werkmatt Uri in Altdorf seien 2025 wichtige Meilensteine erreicht worden. Für das Büro- und Gewerbegebäude der IG Innovationspark Gotthard mit rund einer Fläche von 4600 m² wurde die Baubewilligung erteilt. Damit entstehen neue Flächen für Start-ups und etablierte Unternehmen. Zudem wurde ein Baugesuch für ein sechsstöckiges Dienstleistungsgebäude mit Campus- und Hotelnutzung eingereicht. Darüber hinaus konnten mehrere Reservationsvereinbarungen für weitere Baufelder abgeschlossen werden, darunter auch mit dem national tätigen Unternehmensentwickler Losinger Marazzi. Dies unterstreiche die anhaltende Nachfrage und die Attraktivität des Areals.
NRP-Projekte stärken Regionen und schaffen Mehrwert
Im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) wurden 2025 acht Projekte im Kanton Uri unterstützt. Die NRP-Unterstützung dieser Vorhaben beläuft sich auf 158’000 Franken in Form von Darlehen sowie 167’441 Franken als A-fonds-perdu-Beiträge von Bund und Kanton.
Die geförderten Projekte zeigten die thematische Breite der Regionalentwicklung: Sie reichen von der Sicherung der Grundversorgung im Berggebiet über touristische Angebote bis hin zu digitalen Initiativen. So trägt das Projekt «Dorfladen Gurtnellen 2.0» dazu bei, die lokale Versorgung langfristig zu sichern und gleichzeitig als sozialer Treffpunkt im Dorf zu funktionieren. Mit dem Projekt «Digital Empowerment im Tourismus» werden touristische Akteure gezielt dabei unterstützt, digitale Kompetenzen aufzubauen und neue Angebote zu entwickeln.
Auch im Tourismus konnten Impulse gesetzt werden: Das «Saunahaus am Urnersee» schaffe ein zusätzliches, ganzjährig nutzbares Angebot und stärkt damit die Attraktivität der Region für Gäste und Einheimische. Gleichzeitig zielt das Projekt «Auf Goethes Spuren durch die Schöllenen» darauf ab, einen historisch bedeutenden Ort touristisch aufzuwerten und besser erlebbar zu machen.
Weitere Vorhaben wie die «Stadtanalyse Altdorf» schafften wichtige Grundlagen für zukünftige Entwicklungsprozesse und helfen, das Zentrum des Kantons gezielt weiterzuentwickeln.
Standortförderung vernetzt und unterstützt
Die Standortförderung Uri übernimmt eine zentrale Rolle als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Projektträgerschaften, Verwaltung und externen Partnern. Die Aktivitäten im Jahr 2025 zeigen, dass die wirtschaftliche Entwicklung im Kanton sowohl durch die direkte Unterstützung von Unternehmen als auch durch die Umsetzung konkreter Projekte vorangetrieben wird.
Urban Camenzind, Volkswirtschaftsdirektor, wird wie folgt zitiert: «Die Standortförderung Uri begleitet die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons mit gezielten Unterstützungsangeboten. In enger Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen möchten wir als öffentliche Hand dazu beitragen, Uri als attraktiven Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.» (rwi/zvg)




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