Auf der Autobahn A4 bei Cham ereignete sich am Montag ein schwerer Verkehrsunfall. Am Dienstagmorgen informiert die Zuger Polizei, was genau geschehen ist. Demnach kam es kurz nach 16 Uhr zwischen der Verzweigung Rütihof und Cham zu einem Unfall, als ein 46-jähriger Lastwagenchauffeur die Spur wechseln wollte. Dabei übersah er gemäss Polizeiangaben eine 25-jährige Autofahrerin und kollidierte mit ihr, worauf beide Fahrzeuge ins Schleudern gerieten und sich um die eigene Achse drehten. Der Lastwagen kippte daraufhin auf das Auto und kam – auf dem Auto liegend – «quer über sämtliche Fahrstreifen liegend» zum Stillstand.
Die Autofahrerin wurde so in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Um sie zu bergen, sicherten Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Zug zunächst die Unfallstelle. Anschliessend kam ein Kran zum Einsatz, um die Ladung des Lastwagens zu entfernen und den Lastwagen anzuheben. Erst danach konnte die Frau aus dem Auto geborgen werden.
Sie wurde beim Unfall erheblich verletzt, schreibt die Polizei. Nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst Zug wurde sie durch einen Helikopter der Alpine Air Ambulance in ein ausserkantonales Spital geflogen.
Der Lastwagenchauffeur konnte sein Fahrzeug selbstständig verlassen. Auch er wurde nach der Erstversorgung vor Ort vom Rettungsdienst Zug ins Spital gebracht, gemäss Polizeiangaben mit leichten Verletzungen.
A4 während sechs Stunden gesperrt
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug leitet nun die Ermittlungen zur Unfallursache. Der kriminaltechnische Dienst und Spezialisten der Zuger Verkehrspolizei waren für die Spurensicherung vor Ort. Drohnenpiloten der Zuger Polizei standen für die Unfallaufnahme im Einsatz. Die Unfallfahrzeuge wurden sichergestellt.
Ab der Verzweigung Rütihof in Fahrtrichtung Zürich war die A4 infolge des Unfalls während sechs Stunden gesperrt. Auch «sämtliche Autobahnauffahrten im betroffenen Bereich» wurden von Angehörigen der umliegenden Feuerwehren gesperrt, sie leiteten den Verkehr um.
«Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen», so die Polizei. Dass der Feierabendverkehr am Montag komplett zum Erliegen gekommen war, zeigten auch Meldungen aus der Leserschaft. «Ich brauchte über eine Stunde Zeit von Rotkreuz nach Zürich, musste via Gisikon-Sins-Maschwanden-Mettmenstetten fahren, alleine bis nach Sins dauerte es über 40 Minuten, obwohl es quasi in die Gegenrichtung war», teilte eine Leserin dieser Zeitung mit. «Wir haben um 17 Uhr vom Röhrliberg in Cham 1 Stunde und 15 Minuten gebraucht, um nach Meierskappel zu gelangen», schrieb eine andere Leserin.
Webcam-Aufnahmen von der Rigi Scheidegg zeigten um 19.30 Uhr, dreieinhalb Stunden nach dem Unfall, immer noch einen langen Rückstau, der bis nach Arth reichte. (sig)






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