Bereits die Planungskredite zum Schulhaus Linden, zum Mehrzweckgebäude Schlossberg sowie die Erweiterung der Schulprovisorien hatten in der SVP-Ortspartei zu «heissen» Debatten geführt. Erwartungsgemäss fielen die Diskussionen auch bei den konkreten Baukrediten intensiv aus, heisst es in der Mitteilung der SVP Erstfeld. Gemeindepräsident Walter Marty und Gemeinderat David Furrer stellten den anwesenden Mitgliedern im Rahmen der Parteiversammlung am Dienstag, 19. Mai, die beiden Projekte vor, woraufhin sich eine ausgiebige Diskussion entwickelte.
Die Gegner der Vorlagen äusserten deutliche Bedenken bezüglich der finanziellen Tragweite. Kritisiert wurden insbesondere die hohen Gesamtkosten der beiden Projekte und die damit unweigerlich verbundene, gravierende Steuererhöhung für die Bevölkerung. Zudem geriet der geplante Standort des neuen Feuerwehrlokals erneut in den Fokus der Kritik. Ein Teil der Anwesenden bemängelte, dass dieser bezüglich der Zu- und Wegfahrt keine erhebliche Verbesserung bringe.
Projekte aufeinander abgestimmt
Unterstützende Stimmen strichen die Notwendigkeit von zusätzlichen Räumlichkeiten für die Schule hervor. Die Befürworter betonten, dass die beiden vorliegenden Projekte optimal aufeinander abgestimmt seien. Ein isoliertes Vorgehen – bestehend aus einem separaten Neubau für das Feuerwehrlokal und einer späteren Sanierung des Pfarreizentrums – würde unter dem Strich kaum günstiger ausfallen als die jetzige Gesamtlösung. Weiter wäre die optimale räumliche Ausnutzung mit Einzelprojekten nicht realisierbar.
Die Diskussionen machten deutlich, dass die Meinungen innerhalb der SVP-Ortspartei weit auseinandergehen. Da weder für eine «Ja»- noch für eine «Nein»-Parole eine klare Mehrheit zu finden war, beschloss die Parteiversammlung schliesslich die Stimmfreigabe für beide Projekte. (zvg)


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.