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Stiftung Rütimattli

Zwölf Jahre Begleitung – jetzt gelingt der Sprung in die Arbeitswelt

Über zwölf Jahre leitete Thomas Achermann bei der Stiftung Rütimattli die Berufliche Integration. Als Job-Coach begleitete er zahlreiche Jugendliche in ihrer beruflichen Entwicklung, so auch René Rohrer. Nun stehen beide an bedeutenden Wegkreuzungen.

In den letzten 20 Jahren waren die Wege der beiden bei der Stiftung Rütimattli eng verbunden. Thomas Achermann, damals noch Lehrer in der Berufsfindungsklasse an der Heilpädagogischen Schule im Rütimattli, half René Rohrer, einen Ausbildungsplatz bei der Stiftung Bächtelen in Bern zu finden. Nach der absolvierten Anlehre zum Hauswirtschaftsmitarbeiter kam René wieder zurück nach Obwalden. Der Heilpädagoge wechselte in der Zwischenzeit vom Klassenzimmer ins Büro, machte die Ausbildung zum Job-Coach und übernahm den Aufbau und die Weiterentwicklung der Fachstelle Berufliche Integration in der Werkstatt Hüetli.

Thomas Achermann hat René Rohrer als Job-Coach in seiner beruflichen Entwicklung über zwölf Jahre lang begleitet.
Bild: zvg

«Wir waren unter den Institutionen eine der Ersten, die Praktische Ausbildungen (PrA) nicht nur intern, sondern auch mit externen Partnern begleiteten. Auch den Mitarbeitendenverleih bauten wir nach und nach aus», erklärt der Job-Coach Thomas Achermann und ergänzt: «Heute sammeln rund 20 Personen punktuell, ausserhalb der geschützten Arbeitsplätze, bei unseren Partnerfirmen Erfahrungen und erweitern so ihre Kompetenzen.» In seiner Funktion ist er ein Brückenbauer zwischen Mitarbeitenden und Firmen, begleitet und berät beide Seiten, sodass die Integration Früchte trägt.

Ein Praktikum bei Maxon Motor AG öffnete die Türen

Für eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt müsse der Mitarbeiter die passenden Fähigkeiten mitbringen, aber auch das Aufgabenprofil und das Arbeitsumfeld müssten stimmen, betont Thomas Achermann. Und so war es auch beim Praktikumseinsatz von René Rohrer bei der Maxon Motor AG in Sachseln. «Als die Stelle frei wurde, habe ich mir das zuerst nicht zugetraut. Doch mein Vorgänger hat mich ermutigt und ich meldete mich bei Thomas, dass ich es gerne probieren möchte», sagt René.

Die Eigeninitiative und der Wille seien ein zentraler Faktor für einen Arbeitseinsatz in der Wirtschaft. Gleichzeitig müsse das Zusammenspiel stimmen, auch das Unternehmen und insbesondere das Team müsse offen sein, sagt der Job-Coach. Bei der Maxon Motor AG kam für René alles zusammen. Via Mitarbeitendenverleih arbeitet er schon seit vier Jahren beim Hersteller von Präzisionsantrieben in unterschiedlichen Bereichen, bis er an der Behälterreinigungsanlage der Logistik eine passende und erfüllende Aufgabe fand. Beim letzten Jahresgespräch bot Maxon Motor AG René eine Festanstellung an. «Ich habe mir das gut überlegt. Es ist für mich ein wichtiger Schritt, und ich bin überzeugt, dass es klappt», sagt René Rohrer stolz.

Ab März erhält er seinen Lohn direkt von der Maxon Motor AG. Die regelmässige Begleitung durch den Job-Coach braucht er nicht mehr, nur wenn er das Bedürfnis hat. «Genau das ist das Ziel», sagt Thomas Achermann und meint weiter: «Die Mitarbeitenden können sich schrittweise entwickeln und lernen, sich selbstständig im Arbeitsumfeld zurechtzufinden. Ziel ist es, dass ich überflüssig werde.»

Auch für ihn fängt mit der Pensionierung ein neuer Abschnitt an. Er übergab die Leitung der Beruflichen Integration bereits Anfang Jahr seiner langjährigen Kollegin Barbara Lang. Für die Zukunft der Beruflichen Integration ist Achermann überzeugt, dass Mitarbeitende wie René mit ihren ganz spezifischen Fähigkeiten wichtige Lücken in der Wirtschaft schliessen können. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Dieser Artikel wurde von der Stiftung Rütimattli zur Verfügung gestellt.

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