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Stadt Luzern

Gefährliche Situation bei St.-Karli-Brücke: Stadt will Velo- vom Fussverkehr trennen

Künftig dürfen Velos den Weg bei der Reussinsel nicht mehr benutzen. Weitere Massnahmen sollen später folgen.

Der Knoten Sentimattstrasse/St.-Karli-Brücke/Reussinsel/Dammstrasse gibt immer wieder zu reden. Es bestehen dort mehrere Problemstellen. Bei einer davon will die Stadt Luzern nun Sofortmassnahmen ergreifen: Auf dem bogenförmigen Veloweg, der die Sentimattstrasse mit der Reussinsel verbindet, sollen Velos künftig verboten sein. Diese sollen stattdessen in Richtung Stadtzentrum auf dem Trottoir verkehren, in Richtung Reusszopf/Emmenbrücke auf der Strasse über einen Velostreifen, wie die Stadt auf Anfrage ausführt.

Der Weg links soll künftig dem Fussverkehr vorbehalten sein, Velos sollen in Richtung Stadtzentrum/St.-Karli-Brücke auf das Trottoir ausweichen.
Bild: std (Luzern, 11. 5. 2026)

Mit der neuen Verkehrsführung werde der Fuss- vom Veloverkehr getrennt, zudem verbessere sich die Sicht für die Velofahrenden. Die entsprechende Verkehrsanordnung hat die Stadt im Kantonsblatt veröffentlicht. Sie tritt in Kraft, sobald die Signale und Markierungen angebracht sind – wobei noch Beschwerden möglich sind.

Die Stadt stelle seit einigen Jahren eine Häufung von Meldungen zu «gefährlichen Situationen und Beinahe-Kollisionen» zwischen Velos und dem Fussverkehr an dieser Stelle fest, erklärt Projektleiter Mauro Sidler. «Die aktuelle Führung des Veloverkehrs entlang der Gebäude führt immer wieder zu Konflikten.» Davon seien auch Schulkinder betroffen. «Der Veloweg ist zu schmal, und die Sicht auf das Trottoir sowie die Reussinsel ist durch ein privates Grundstück stark eingeschränkt.» Die neue Verkehrsführung gelte voraussichtlich bis zirka 2028. Ab dann seien aufgrund mehrerer Baustellen (Bypass, Umgestaltung der Baselstrasse, Reusspark) erneut Anpassungen nötig.

Blick von der St.-Karli-Brücke auf die Situation: Dass der Veloweg an Gebäuden vorbeiführt, sorgt gemäss Stadt immer wieder für Konflikte.
Bild: std (Luzern, 11. 5. 2026)

Sentimattstrasse soll Fussgängerzone werden

Weitere Problemstellen in diesem Gebiet bestehen auf der Sentimatt- beziehungsweise Dammstrasse. Auf der Sentimattstrasse können sich im Bereich Dammgärtli/Restaurant Reussfähre ebenfalls der Velo- und Fussverkehr in die Quere kommen. Ein GLP-Postulat forderte daher ein Velofahrverbot auf der Sentimattstrasse. Allerdings müssten die Velos dann auf die Dammstrasse ausweichen – und bei dieser besteht das Problem, dass die Querung im Bereich St.-Karli-Brücke/Reussinsel zu unsicher ist. Der Grosse Stadtrat hat das Postulat daher nur teilweise überwiesen, im Sinne von: Die Sentimattstrasse soll zur Fussgängerzone werden, wenn die Dammstrasse-Querung sicherer gestaltet ist.

Dies ist nach dem Bau des Reussparks zirka 2032 geplant, so Mauro Sidler. Die Einmündung der Dammstrasse soll dann in Richtung Bahndamm verlegt werden, was eine sicherere Gestaltung der Querung ermögliche. Ob es auf der Sentimattstrasse ein Velofahrverbot gibt oder die Velos mit anderen Massnahmen auf die Dammstrasse gelenkt werden, sei noch offen.

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