Damit schneller neuer Wohnraum entstehen kann, soll die Stadt Luzern «unnötige» Regulierungen im Bauwesen abschaffen. Das schreiben FDP, Mitte, SVP und GLP in einer gemeinsamen Motion. Sie beziehen sich darin auf die kürzlich im Auftrag der Stadt erstellte Studie, die aufzeigt, dass knapper Wohnraum zu steigenden Mieten führt.
Die Bearbeitung eines Baugesuchs hat in der Stadt Luzern 2024 im Schnitt 171 Tage gedauert. Ein Grund für die langen Verfahren sei «die zunehmende Komplexität der Baugesuche, die auf eine stetig wachsende Zahl von Vorschriften, Auflagen und Mitwirkungsprozessen zurückzuführen ist», heisst es in der Motion.
Der Stadtrat soll daher in einem ersten Schritt in der laufenden Revision des Bau- und Zonenreglements mögliche Vereinfachungen prüfen. Der Gesamtprozess soll deswegen aber maximal um drei Monate verzögert werden. Denn gemäss Studie ist die noch nicht abgeschlossene Revision ein Grund für die tiefe Bautätigkeit in der Stadt.
In einem zweiten Schritt sollen später weitere Regulierungen abgeschafft werden. Welche das sein könnten, müsse der Stadtrat in einem Planungsbericht aufzeigen. Potenzial besteht gemäss Motion etwa bei der «Doppelspurigkeit zwischen kantonalen und städtischen Regelungen». (std)





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