Die Stadt Kriens soll sich mit 2,4 Millionen Franken an der Fernwärme Luzern AG beteiligen. Das schreibt der Stadtrat in einem Bericht und Antrag an das Stadtparlament. Hintergrund ist, dass die Fernwärme Luzern AG in Kriens einen Wärmeverbund realisiert. Den entsprechenden Konzessionsvertrag hat das Stadtparlament Ende 2025 bewilligt. Bereits damals stand eine Beteiligung im Raum, nun wird es konkret.
Die Fernwärme Luzern AG versorgt bisher Teile der Gemeinden Root, Dierikon, Buchrain, Ebikon, Emmen und der Stadt Luzern. Sie nutzt hauptsächlich die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen sowie der Steeltec in Emmenbrücke. Hauptaktionärin der Fernwärme Luzern AG ist die Energie Wasser Luzern AG (EWL), die wiederum der Stadt Luzern gehört. Weiter beteiligt sind der Gemeindeverband Real Luzern und die Gemeinden Emmen, Ebikon, Buchrain sowie Root.
Dividende für Kriens ist bescheiden
Vorgesehen ist eine Krienser Beteiligung von 2,6 Prozent – derselbe Anteil wie Buchrain. Hauptaktionärin bliebe EWL mit 62,8 Prozent. Von den 2,4 Millionen Franken, die Kriens investieren soll, würden 0,8 Millionen als Aktienkapital und 1,6 Millionen als Kapitaleinlagereserve verwendet.
Die Beteiligung sei vor allem als «strategisches Engagement zu verstehen», schreibt der Stadtrat. Diese stärke die langfristige Zusammenarbeit. Kriens erhält keinen Anspruch auf einen Sitz im fünfköpfigen Verwaltungsrat der AG. Einfluss könne sie nur indirekt ausüben, etwa über die gemeinsame Vertretung der beteiligten Gemeinden im Verwaltungsrat. Auch die Dividende sei tief. 2025 hätte Kriens mit einem Anteil von 2,6 Prozent 15'600 Franken erhalten. Für eine «Infrastrukturbeteiligung mit strategischem Charakter» sei das aber «nicht unüblich». In der Zukunft, wenn die grossen Investitionen realisiert sind, sei denkbar, dass der Wert der Beteiligung steigt. (std)

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