Ökologie

Kriens will Bäume besser schützen

Alle grösseren und markanten Bäume im Siedlungsgebiet sollen künftig unter Schutz stehen. Fällungen werden damit aber nicht komplett verhindert.

Derzeit sind in Kriens ausgewählte Einzelbäume geschützt. Im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision plant die Stadt nun die Umstellung auf den «generischen Baumschutz», wie sie mitteilt. Somit wären nicht nur «inventarisierte Einzelobjekte» geschützt, sondern «grundsätzlich alle grösseren und markanten Bäume in Wohn-, Arbeits- und Zentrumszonen». Einen generischen Baumschutz kennt unter anderem bereits die Stadt Luzern. Dieser gilt ab einem Stammumfang von 80 Zentimetern, gemessen in einem Meter Höhe.

Der Schutzstatus bedeutet nicht, dass ein Baum nicht mehr gefällt werden darf. «Eigentümerinnen und Eigentümer können weiterhin eine Bewilligung beantragen, wenn dafür nachvollziehbare Gründe vorliegen – etwa wenn ein Baum krank ist, ein Sicherheitsrisiko darstellt oder überwiegende Interessen eine Fällung notwendig machen», führt die Stadt Kriens aus. Mit der Bewilligungspflicht werde aber sichergestellt, «dass die Bedeutung eines Baumes für Ortsbild, Biodiversität und Stadtklima sorgfältig geprüft wird». Es könnten auch Ersatzpflanzungen verlangt werden.

Der Schutz bestehender Bäume sei Teil «einer langfristigen Generationenplanung», so die Stadt. Bäume «prägen das Stadtbild und die Lebensqualität auch noch für kommende Generationen». (std)

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