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St. Leodegar vs. Tag der Arbeit

Luzerner Stadtrat lehnt Verschiebung von Feiertag ab

Der Stadtrat hält nichts vom Vorschlag der SP/Juso-Fraktion, den Leodegar-Feiertag vom 2. Oktober auf den 1. Mai zu verschieben.
Findet nicht an einem offiziellen Feiertag statt: die 1. Mai-Demo in Luzern.
Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 1. 5. 2026)

Der Stadtluzerner Feiertag St. Leodegar vom 2. Oktober soll aufgehoben werden. Im Gegenzug soll die Stadt Luzern den Tag der Arbeit am 1. Mai in Absprache mit Kirche und Gewerbe zu einem offiziellen Feiertag machen. So lautet die Forderung eines Postulats der SP/Juso-Fraktion im Luzerner Stadtparlament. Damit sollen die Arbeitenden eine «arbeitsrechtlich bedeutsame Anerkennung» erhalten. Und weil der historische Bezug des Stadtheiligen zu Luzern ohnehin fraglich sei, soll der Feiertag verschoben werden.

Der Stadtrat ist da anderer Meinung, wie er in seiner Antwort auf das Postulat schreibt. Zwar sei es ein berechtigtes Anliegen, die Arbeit der Bevölkerung zu würdigen. Aber: Der Stadtrat sieht «darin keinen ausreichenden Anlass», den Leodegarstag zu verschieben. Beide Tage würden wichtige Werte betonen, sie sollten jedoch «weder vermischt noch gegeneinander ausgespielt werden», findet der Stadtrat.

Hinzu kommt gemäss Exekutive: Der Leodegarstag hat durchaus einen historischen Bezug zur Stadt. So stehen etwa «die Kilbi unter der Egg und die Määs in Verbindung zum Patroziniumsfest des Heiligen Leodegar», so der Stadtrat. Der 1. Mai hingegen habe keinen historischen Bezug zu Luzern. Der Stadtrat lehnt daher das Postulat ab. Auch die Katholische Kirche spricht sich laut Stadtrat dafür aus, dass der Leodegarstag erhalten bleibt. Die City-Vereinigung lehne eine Feiertagsverschiebung ebenfalls ab. (gwa)

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