Das neue Reservat in Oberrickenbach befinde sich auf Wolfenschiesser Gemeindegebiet und beherberge über 50 Arten von Tagfaltern, darunter den national sehr seltenen Gelbringfalter, schreibt das Amt für Wald und Naturgefahren in einer Mitteilung. Als Lebensraum benötige er stufige Waldränder und Weiden, die nicht mit Sträuchern und Bäumen zuwachsen würden.
Bereits seit 2013 würden im betreffenden Gebiet «Rieter» erfolgreich lebensraumfördernde Massnahmen umgesetzt. Diese dienten nicht nur dem Gelbringfalter, sondern auch vielen weiteren Tier- und Pflanzenarten sowie den angrenzenden Magerwiesen und Flachmooren. Das Projekt werte die Kulturlandschaft langfristig auf und leiste damit einen messbaren Beitrag zum Leitbild Nidwalden 2035, das sich eine intakte Natur als Herzstück für eine hohe Lebensqualität zum Ziel gesetzt habe.
Zustimmung von 21 Vertragspartnern
Ermöglicht worden sei das Sonderwaldreservat durch die Zustimmung von 21 Waldeigentümerinnen und -eigentümern. Diese hohe Zahl an Vertragspartnern sei im Kanton Nidwalden aussergewöhnlich. «Die enge Zusammenarbeit zeigt eindrücklich, dass Naturschutz und regionale Verantwortung Hand in Hand gehen. Den Beteiligten gebührt ein grosser Dank, da sie einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten», wird Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen in der Mitteilung zitiert.
Für die Eigentümerinnen und Eigentümer fielen keine Kosten an, da Bund und Kanton die Massnahmen zur Lebensraumförderung im Reservat finanzierten. Durch die 33 Hektaren in Oberrickenbach wachse die aktuelle Reservatsfläche im Kanton auf 743 Hektaren an. Damit rücke das Ziel, bis im Jahr 2030 zusätzliche 800 Hektaren Waldreservate auszuscheiden, in greifbare Nähe. (zvg)



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