Mit seinem solarbetriebenen Tiny House habe Louis Palmer während vier Jahren die Welt bereist – auf der Suche nach Antworten auf die Klimakrise, schreibt Maxon in einer Medienmitteilung. Im Auditorium des Unternehmens, das ihn auf seiner Weltreise unterstützt hat, berichtete er vor rund 50 Besucherinnen und Besuchern von seiner Reise und zeigte Lösungen für den Klimaschutz auf.
Die Mission des Luzerners sei es gewesen, konkrete Lösungen sichtbar zu machen und zu zeigen, dass der Wandel möglich sei. «Wir haben ein Problem», sagte er. «Wenn wir nicht weg vom Erdöl kommen, ist die Erde Ende des Jahrhunderts fünf Grad wärmer.»
Der «Solar Butterfly» sei mehr als ein Fahrzeug. Der Schmetterling stehe sinnbildlich für den Wandel, den es brauche, um den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren. Seit dem Start der Reise 2022 habe das Fahrzeug über 100’000 Kilometer zurückgelegt und zahlreiche Länder besucht.
Dabei sei Palmer nicht durchgehend selbst unterwegs gewesen: Er habe das Projekt grösstenteils von der Schweiz aus koordiniert und sich auf Planung und Bildungsarbeit konzentriert, während verschiedene Teams den «Solar Butterfly» rund um den Globus begleitet hätten.
Lösungen sind da – Verhalten ändert sich kaum
Dabei sei für ihn eines immer klarer geworden: «Die Lösungen sind da.» Dennoch beschäftige ihn, weshalb diese zu wenig konsequent umgesetzt würden. Palmer sehe einen Grund in der Funktionsweise des menschlichen Gehirns: «Etwas zu tun, das uns heute einschränkt, aber erst in 50 Jahren wirkt, erfordert aktives Gegensteuern gegen die im Stammhirn verankerte Bequemlichkeit.»
Auf seiner Reise hätten Palmer und seine Teams zahlreiche Beispiele kennengelernt: riesige Solarkraftwerke in Indien, die Kohle ersetzten. Solarautos aus den Niederlanden mit Reichweiten von bis zu 800 Kilometern. Neue Ansätze in der Landwirtschaft, bei denen Algenzusätze im Tierfutter den Methanausstoss um bis zu 90 Prozent reduzierten.
Hoffnung liegt bei der jungen Generation
Hoffnung macht Palmer vor allem die Jugend. «Kinder können das besser aufnehmen als Erwachsene», sagte er am Ende seines Vortrags. Deshalb setze er weiterhin stark auf Bildungsarbeit. Rund 70’000 Kinder und Jugendliche habe Palmer bereits erreicht, bis Ende Jahr sollten es 100’000 sein.
Im Anschluss an den Vortrag konnten die Besucherinnen und Besucher beim Klimaparcours verschiedene Lösungen kennenlernen und vertiefen. Sie nutzen zudem die Gelegenheit, den «Solar Butterfly» vor Ort zu besichtigen.




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