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Zentralschweiz

Skihalle mitten in Zug, Papierschnitzel im Sägemehlring und Ebikon fusioniert mit Luzern: Das sind die 1. April-Scherze

Auch dieses Jahr haben sich Unternehmen, Medien und Institutionen wieder einen Spass erlaubt und 1. April-Scherze veröffentlicht. Hier präsentieren wir Ihnen eine Auswahl.

Skihalle mitten in Zug

Skifahren mitten in Zug? Ein internationaler Investor aus Norwegen macht's möglich. Gemäss einer Mitteilung von Zug Tourismus plant der nicht namentlich genannte Geldgeber den Bau einer modernen Skihalle mit integriertem 4-Sterne-Superior-Hotel sowie einem grossen Kongresszentrum. Als möglicher Standort werde derzeit das Areal beim Stierenmarkt geprüft. «Das Projekt könnte neue touristische Impulse für die Region setzen», heisst es in der Mitteilung. Zudem könnte es langfristig auch im Zusammenhang mit möglichen Olympischen Winterspielen zusätzliche Bedeutung erhalten.

Für alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Zug soll der Zugang zur Indoor-Skianlage kostenlos sein. Die geplante Skihalle soll ganzjährig betrieben werden und modernste Schnee- und Kühltechnik einsetzen. Vorgesehen ist eine Hauptpiste mit einer Länge von rund 350 bis 400 Metern. Zusätzlich sind separate Bereiche für Anfängerinnen und Anfänger sowie Trainingszonen geplant. Auch Snowboard- und Freestylebereiche, eine Skischule, Materialverleih sowie gastronomische Angebote sollen Teil der Anlage sein.

Das Hotel soll rund 120 Zimmer umfassen. Ergänzt werden soll das Angebot durch moderne Seminar- und Eventräume sowie ein Kongresszentrum mit einer Kapazität von bis zu 4000 Personen. Ziel ist gemäss Mitteilung ein Baustart am 1. Januar 2028. Die Bauzeit wird auf rund eineinhalb Jahre geschätzt, sodass eine Eröffnung im Sommer 2029 möglich wäre. «Derzeit wird zudem an einer ersten Projektvisualisierung gearbeitet, die einen Eindruck vermitteln soll, wie sich die Anlage künftig in das Stadtbild integrieren könnte.» (rh)

Der 1.-April-Scherz stammt von Zug Tourismus

Baar kauft eine Tunnelbohrmaschine

Der Baarer Gemeinderat posiert vor der Tunnelbohrmaschine.
Bild: zvg/KI-generiert

Mit dem geplanten Zimmerberg-Basistunnel 2 soll die Bahninfrastruktur in der Region ausgebaut werden. Die Gemeinde Baar will offenbar, dass es schneller vorwärtsgeht, und kauft eine eigene Tunnelbohrmaschine. «Da wir einen erheblichen Teil der Finanzierung mittragen, möchten wir auch frühzeitig und effizient in der Projektumsetzung mitwirken können. Die eigene Tunnelbohrmaschine verschafft uns dafür mehr Handlungsspielraum», wird Bauvorstand und Gemeinderat Zari Dzaferi in einer Mitteilung der Gemeinde zitiert.

Mehrere umliegende Gemeinden hätten bereits Interesse geäussert, die Baarer Tunnelbohrmaschine für eigene Projekte zu mieten. Finanzvorstand und Gemeinderat Mark Gustafson erklärt: «Das macht die Investition langfristig tragbar: Durch die künftigen Mieteinnahmen finanziert sich die Maschine über die Zeit selbst.» (rh)

Der 1.-April-Scherz stammt von der Gemeinde Baar.

Ebikon hat mit Luzern fusioniert

Auf mehreren Ortstafeln in Ebikon ist plötzlich der Zusatz «(Stadt Luzern)» zu lesen. Gehört die Gemeinde bereits zur Stadt Luzern? Tatsächlich prüfen Ebikon und Luzern derzeit eine mögliche Fusion. Beide Gemeinden haben dafür einen Planungsbericht in Auftrag gegeben, der die Vor- und Nachteile aufzeigen soll. Ein Entscheid ist frühestens Ende Jahr zu erwarten.

Wie sich nun zeigt, steckt hinter den veränderten Ortsschildern eine Aktion der SVP Ebikon. Mit der symbolischen Ergänzung will die Partei auf die laufenden Fusionsabklärungen aufmerksam machen und vor einem möglichen Verlust der Gemeindeautonomie warnen. Gleichzeitig kritisiert sie, dass die Bevölkerung bisher nur begrenzt in den Prozess einbezogen werde und fordert mehr Transparenz sowie eine frühzeitige Mitsprache. Die Aufschriften auf den Ortsschildern werden nach dem heutigen Tag wieder entfernt. (rem)

Papierschnitzel ersetzen Sägemehl

Beim Ob- und Nidwaldner Kantonalen Schwingfest in Hergiswil wird erstmals ein innovatives Material getestet: Papierschnitzel ersetzen das traditionelle Sägemehl. Diese aus recyceltem Papier hergestellte Alternative soll den Schwingsport nachhaltiger machen und gleichzeitig Sicherheit sowie Zuschauererlebnis verbessern.

Sandro Blättler, Verkaufsleiter der Engelberger Druck AG (links) und Daniel Rogenmoser, OK-Präsident des Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest, mitten in den Papierschnitzeln.
Bild: zvg

Die weichere Beschaffenheit der Papierschnitzel reduziere die Verletzungsgefahr, da Stösse besser abgefedert werden. Besonders für Nachwuchsschwinger könnte dies ein grosser Vorteil sein. Gleichzeitig sorgt die helle Farbe des Materials für eine bessere Sichtbarkeit der Kämpfe, was das Erlebnis für das Publikum deutlich steigere. Auch organisatorisch bringt die Neuerung Vorteile: Das Material ist leichter zu transportieren und einfacher in der Handhabung.

Trotz der vielen Pluspunkte gibt es auch kritische Stimmen. Einige befürchten, dass die Tradition des Schwingsports darunter leiden könnte oder das Material den Belastungen und unterschiedlichen Wetterbedingungen nicht standhält. (rem)

Der 1.-April-Scherz stammt vom OK des Ob- und NIdwaldner Kantonalschwingfest.

Luzern testet Strom aus Touristenströmen

Die Luzerner Kapellbrücke soll künftig zur Stromquelle werden: Ein Pilotprojekt nutzt das Selfie-Verhalten der Besucher. An beliebten Fotospots werden spezielle Bodenplatten installiert, die durch Druck und Bewegung Strom erzeugen. Die Technologie basiert auf piezoelektrischen Elementen, wie sie bereits in Städten wie Tokio oder London getestet wurden.

Aus Selfies werden kleine Mengen Strom gewonnen.
Bild: zvg

Die gewonnene Energie soll unter anderem für die Beleuchtung rund um die Kapellbrücke genutzt werden. Vorerst handelt es sich um einen Testbetrieb. Für Besucher ändert sich nichts – ausser der Hinweis: «Selfie machen – Strom erzeugen.» (rem)

Der 1.-April-Scherz stammt von Energie Wasser Luzern EWL.

Badekappen-Obligatorium im Strandbad

Im Strandbad Buochs-Ennetbürgen gilt ab dem 1. Mai ein Badekappen-Obligatorium. Grund seien angeblich vermehrte Haare im Wasser, die laut «Studien» das ökologische Gleichgewicht stören und sogar den Fischbestand im Vierwaldstättersee gefährden könnten. Besonders lange Haare seien problematisch. Deshalb sollen Badekappen getragen und zusätzliche Massnahmen wie Bürstenstationen geprüft werden. Am Eingang gibt es Verleih und spezielle «Fischschutz»-Kappen. (rem)

Mit diesem Plakat werden die Badenden auf das Obligatorium hingewiesen.
Bild: zvg

Der 1.-April-Scherz stammt von der Gemeinde Buochs.

Politiker installieren Beleuchtung am Lopper

Am 31. März wurde am Lopper eine provisorische Beleuchtung für Fussgänger und Velofahrer installiert – initiiert von mehreren Land- und Gemeinderäten. Nach jahrelangem Warten soll dies die Sicherheit erhöhen, besonders nach der Zeitumstellung. Die Aktion wurde von Politikern selbst umgesetzt.

Beleuchtungsmontage am Lopper (von links nach rechts): Marcel Grimm, Seppi Blättler, Remo Zberg, Philipp Niederberger, Brigitte Poletti, Karin Costanzo, Reto Blättler.
Bild: Matthias Elmiger (Hergiswil, 31. 3. 2026)

Dabei haben sich die Politiker für eine Beleuchtung mit Akku-Batterien entschieden, da Solarleuchten am schattigsten Ort im Kanton keinen Sinn machen. Ein fertiges Projekt liegt der kantonalen Baudirektion seit Sommer 2024 vor. Durch das Provisorium werden sie nun entlastet und sie können sich wieder «wichtigeren» Projekten widmen. (rem)

Jungfreisinnige wollen grössere Glascontainer

Die Jungfreisinnigen der Stadt Luzern fordern ein Pilotprojekt für grössere Einwurföffnungen bei Glascontainern. Ziel ist es, auch überdimensionierte Flaschen wie Doppelmagnum-Formate korrekt entsorgen zu können. Hintergrund sind wiederkehrende Probleme nach politischen Anlässen, bei denen grosse Wein- und Champagnerflaschen nicht in die bestehenden Öffnungen passen. Laut Partei handelt es sich um ein strukturelles Problem, das verschiedene gesellschaftliche Gruppen betrifft. Mit sogenannten «XXL-Einwurfmodulen» soll die Entsorgung vereinfacht und der Recyclingkreislauf verbessert werden. (rem)

Baar plant grösstes Sport- und Wellnessresort der Schweiz

So soll das Mega-Resort mit Arena, Spa und Sessellift aussehen.
Bild: Visualisierung: zvg

In Baar ist ein visionäres Grossprojekt geplant: Mit dem «International Sports & Wellness Resort» soll der grösste Sport- und Freizeitkomplex der Schweiz entstehen. Vorgesehen sind ein Aquatic Center mit olympiatauglichen Becken, eine Arena für bis zu 8000 Zuschauer sowie ein grosser Wellnessbereich. Ergänzt wird das Angebot durch Gastronomie und touristische Elemente. Das Projekt greift Wünsche aus der Bevölkerung zur Weiterentwicklung des Schwimmbads Lättich auf – und versteht sich zugleich als Denkanstoss, die Planung künftig grossflächiger und ganzheitlicher anzugehen. Die Investitionen belaufen sich auf rund 550 Millionen Franken.

Der 1.-April-Scherz stammt von Michi Radler, Vorstandsmitglied des Gewerbevereins.

Im Zug soll ein Europapark entstehen

Der Stadtrat von Zug plant gemeinsam mit dem Europa-Park Rust ein aussergewöhnliches Projekt: Auf dem Areal des Zurlaubenhofs soll für 20 Jahre ein Freizeitpark entstehen. Vorgesehen sind thematische Mini-Quartiere mit europäischen Motiven, Spielbereichen und kleinen Attraktionen. Ziel ist es, ein neues Angebot für Familien zu schaffen und Zug touristisch aufzuwerten. Die Stadt stellt das Gelände für einen symbolischen Pachtzins zur Verfügung. Baustart ist für 2027 geplant, die Eröffnung 2028. Das Projekt soll quartierverträglich umgesetzt und die Bevölkerung aktiv einbezogen werden. (rem)

Die KI-generierte Visualisierung zeigt, wie der neue Europapark im Zurlaubenhof aussehen wird.
Bild: zvg

Der 1.-April-Scherz stammt von der Stadt Zug.

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