Uri / Nidwalden

Nach tödlichem Unfall: Im Seelisbergtunnel gilt wieder Tempo 100

Ein Unfall mit anschliessendem Brand hatte die Betriebszentrale beim Südportal schwer beschädigt. Die wichtigsten Reparaturen sind inzwischen abgeschlossen.

Nach dem tödlichen Unfall beim Südportal Mitte August befindet sich der Seelisbergtunnel auf der A2 wieder im Normalbetrieb. Die während rund sechs Wochen geltende Temporeduktion auf 60 km/h ist aufgehoben worden. Seit vergangener Woche gilt im Tunnel wieder Tempo 100, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) mitteilt.

Möglich wurde dies nach umfangreichen Reparaturarbeiten an der technischen Infrastruktur. Die beschädigten Transformatoren wurden nach dem Löscheinsatz während mehrerer Wochen getrocknet und anschliessend mit Messungen und Tests auf ihre Belastbarkeit geprüft, teilt das Bundesamt für Strassen (Astra) mit. Inzwischen konnten sie wieder in Betrieb genommen werden. Damit wird der südliche Bereich des Tunnels wieder über die regulären Systeme mit Strom versorgt. Der bisher eingesetzte Dieselgenerator konnte abgeschaltet werden.

Auch zerstörte Kabelanlagen und Funkkabel wurden ersetzt. Einzelne Komponenten konnten wegen langer Lieferfristen noch nicht ausgetauscht werden. Sie wurden laut Astra so weit repariert, dass die Versorgung der Tunnelsysteme gewährleistet ist.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten damit noch nicht. In den kommenden Wochen müssen unter anderem Installationen in der Betriebszentrale erneuert, Türen und Tore montiert sowie die Krananlage repariert werden. Diese Arbeiten wurden bewusst für die Schlussphase eingeplant und haben laut Astra keine Auswirkungen mehr auf den Verkehr.

Auslöser für die umfangreichen Reparaturen war ein tödlicher Unfall am 14. August beim Südportal des Seelisbergtunnels. Ein Fahrzeug durchschlug damals das Tor zur Betriebszentrale Süd. Durch den Aufprall und den anschliessenden Brand wurde ein Grossteil der Einrichtungen zerstört. Die Stromversorgung fiel aus, ebenso Beleuchtung und Sicherheitssysteme. Der Tunnel musste deshalb während mehrerer Stunden gesperrt werden. (rem)

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