Am frühen Freitagmorgen, zirka 3 Uhr, fuhr eine Person mit einem Personenwagen mit Urner Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Richtung Norden. «Unmittelbar vor der Einfahrt in den Seelisbergtunnel geriet das Fahrzeug aus derzeit unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit der Infrastruktur des Tunnelsüdportals. Anschliessend geriet das Fahrzeug in einen Technikraum, wo es Feuer fing und in Vollbrand geriet», teilte die Kapo Uri mit.
Die fahrzeuglenkende Person verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Identifikation ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Aufgrund des Ereignisses musste der Seelisbergtunnel in beiden Richtungen gesperrt werden. Die Sperrung dauert bis auf Weiteres an.
Beim Unfall wurde die Betriebs- und Sicherheitsinfrastruktur des Seelisbergtunnels erheblich beschädigt. Die Abklärungen zur Beurteilung des Schadensausmasses sowie zur Dauer der Sperrung sind im Gang. Sobald gesicherte und für die Öffentlichkeit relevante neue Erkenntnisse vorliegen, wird entsprechend informiert, so die Polizei. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Diese werden durch die Kantonspolizei Uri unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Uri geführt.
Im Einsatz standen bzw. stehen die Stützpunktfeuerwehr Altdorf und Stans, die Werkhoffeuerwehr Flüelen, das Bundesamt für Strassen (ASTRA), das Amt für Betrieb Nationalstrassen, der Rettungsdienst des Kantonsspitals Uri, die Rega, das Care Team Uri, ein privates Bestattungsunternehmen, die Staatsanwaltschaft Uri sowie die Kantonspolizei Uri.
Am Freitagvormittag folgte eine weitere Polizeimeldung der Kapo Uri: «Aufgrund des Ereignisses beim Seelisbergtunnel staute sich der Verkehr bis zum Stillstand. Dies bemerkte der Lenker eines Fahrzeugs mit Kontrollschildern aus dem Kanton Waadt zu spät und fuhr in das Heck eines Personenwagens mit Zürcher Kontrollschildern.» Dabei verletzten sich sechs Personen leicht und zwei erheblich. Sie wurden durch die Rega ins Spital geflogen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 80'000 Franken.
Im Einsatz standen für diesen Folgeeinsatz der Rettungsdienst des Kantonsspitals Uri, der Rettungsdienst aus Schwyz, die Rega, die Feuerwehren Altdorf und Stans, ein lokales Abschleppunternehmen und die Kantonspolizei Uri.
Unser Stream startete nach 16 Uhr. Da reichte der Stau noch bis zum Buecheneggen. Ab 16.30 Uhr schien sich eine leichte Entspannung abzuzeichnen, die Kolonne begann nun auf der Höhe Steinen. Ab 17 Uhr verbesserte sich die Verkehrslage von Minute zu Minute.
Der Verkehr wich über den Axen aus. Hier gab es lange Wartezeiten. Auch das Dorf Brunnen wurde von der Blechlawine überrollt. «Hier steht alles still», berichtete am Vormittag eine «Bote»-Leserin im Kreisel vor dem Bahnhof Brunnen. Das hat auch zu tun mit dem Vorbereitungen für das Spettacolo-Festival, die Strasse am See ist gesperrt. Auch auf den Schleichwegen war Geduld gefragt, ungewohnt dicht war der Verkehr etwa über die Schrängiggen zwischen Wylen und Seewen und auch auf der Seewernstrasse.
Der Busverkehr in Brunnen war ab Freitagmittag gestört. Betroffen sind die Linien 502, 504 und 508. Man muss mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. In Brunnen wurde wegen der Kolonne die Feuerwehr für den Verkehrsdienst aufgeboten. Am frühen Nachmittag reichte der Rückstau Richtung Süden auf der Autobahn bis zum Buecheneggen vor Steinen. Laut Google Maps dauerte die Fahrt von Goldau nach Sisikon knapp eine Stunde. Der TCS riet auf seinem Portal dem Transitverkehr, auf die A13, San Bernardino, auszuweichen.
Seelisberg-Tunnel: Reduzierter Betrieb ab 16 Uhr
Das Bundesamt für Strassen meldete sich im Verlauf des Freitagnachmittags mit einem Update zum Stand im Seelisberg-Tunnel: «Durch den Brand entstanden erhebliche Schäden an den elektrischen Anlagen und die Stromversorgung des Tunnels fiel aus. Dadurch funktionierten die sicherheitsrelevanten Systeme im Tunnel nicht mehr, was zur kompletten Sperrung führte.»
In der beschädigten Lüftungszentrale wurde ein Notstromgenerator installiert. Dank dieser Massnahmen konnte der Seelisberg-Tunnel um 16 Uhr in reduziertem Betrieb wieder für den Verkehr freigegeben werden. In Fahrtrichtung Nord konnten beide Fahrspuren freigegeben werden, dies jedoch mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern im südlichen Abschnitt des Tunnels.
Das Astra weiter: «Die Beschädigungen und Ausfälle in der Röhre Richtung Süden sind umfangreicher und konnten noch nicht gänzlich behoben werden. Deshalb konnte in Südrichtung aus Gründen der Sicherheit lediglich eine Fahrspur freigegeben werden, mit einem Tempolimit von 60km/h.»













Kommentare
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Und das ganze ist im heutigen Bote nicht mal eine Zeile wert?
Da frage ich mich manchmal schon was in der Region wichtig ist und was nicht.
Man fährt auch nicht an einen Stau.
Wenns jetzt noch " chlöpft" Unfall geschieht im Axen......?!