Mit einem wuchtigen Ja-Stimmenanteil von 94,3 Prozent haben die Seelisbergerinnen und Seelisberger einen Baukredit von 585'000 Franken äusserst deutlich gutgeheissen. Damit kann nun eine 870 Meter lange Verbindungsleitung gebaut und Volligen-Treib langfristig an die Wasserversorgung Seelisberg angeschlossen werden. Die Stimmbeteiligung lag bei 56,7 Prozent.
Wesentliche Teile der Wasserversorgungsanlagen Volligen-Treib im Norden Seelisbergs entsprechen nicht mehr den minimalen Anforderungen an eine zeitgemässe Trinkwasserversorgung. Das geht aus einem Kontrollbericht des Laboratoriums der Urkantone hervor. Zudem ist die Lebensdauer der Versorgungsleitungen und Armatureneinbauten abgelaufen oder steht kurz davor abzulaufen. Neben der Überalterung der Bausubstanz hat die Wasserversorgung Volligen-Treib auch mit der Qualität und Quantität des Quellwassers zu kämpfen. Die Quellen Äbnet sind das einzige Standbein der Wasserversorgung Volligen-Treib. Neben mikrobiologischen Verschmutzungen kommt es immer wieder zu starker Trübung im Quellwasser. Bei anhaltender Trockenheit kann der Maximalbedarf der Versorgung nicht gedeckt werden.
Statt provisorischer nun dauerhafte Verbindung
Diese Situationen dauerten in der Vergangenheit mehrmals so lange, dass für die Versorgung eine provisorische Verbindung mit der Wasserversorgung Seelisberg hergestellt werden musste. Ein durch die Wasserversorgungsgenossenschaft Volligen-Treib und die Wasserversorgung Seelisberg ausgearbeitetes Bauprojekt hat aufgezeigt, dass für eine langfristige Sicherheit der Versorgung Volligen-Treib eine Anbindung an die Wasserversorgung Seelisberg zentral sein wird.
Wie Gemeinderat und Wasserkommission festhalten, sind nach heutigem Stand die Trinkwasserreserven der Gemeindeversorgung Seelisberg gross genug, um auch den Verbrauch der Versorgung Volligen-Treib abdecken zu können. Allerdings bestand bisher keine dauerhafte Verbindung zwischen den Netzen der beiden Versorgungen. Die geplante 870 Meter lange Verbindungsleitung soll diese Aufgabe nun erfüllen. Sie beginnt am Ende der Hydrantenleitung ins Zingeli und endet im Bereich des Reservoirs Äbnet. Neben einer sicheren Trinkwasserversorgung Volligen-Treib wird auch die Löschwasserversorgung des Gebiets Zingeli-Äbnet mit zwei neuen Hydranten verbessert.
Gebühren für Trinkwasser sollen gleich bleiben
Weil die Liquidität gut ist, kann die Baukreditsumme voraussichtlich aus eigenen Mitteln gestemmt werden. In den nächsten Jahren werden weitere Investitionen auf die Wasserversorgung Seelisberg zukommen. Dazu zählen diverse Sanierungen im Leitungsnetz und der Wasserspeicherung. Auch allfällige Infrastrukturausbauten im Rahmen möglicher Grossprojekte sind unter Umständen notwendig. Zum jetzigen Zeitpunkt kann der Neubau der Wasser-Anschlussverbindung «Zingeli-Äbnet» realisiert werden, ohne dass die Gebühren für das Trinkwasser erhöht werden müssen.
Nach dem deutlichen Ja der Bevölkerung zum Kredit können die Arbeiten im Juni beginnen. Die Inbetriebnahme ist auf den Herbst geplant.


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