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Stadt Luzern

Schüler klauen im Coop: Schul- und Filialleitung reagieren

Nach wiederholten Vorfällen im Umfeld des Schulhauses Hubelmatt reagieren Schulleitung und die Polizei. Auch Coop verstärkt die Präventionsarbeit.
Lernende des Schulhaus Hubelmatt sind in der dortigen Coop-Filiale wiederholt negativ aufgefallen.
Bild: Pius Amrein (Luzern, 21. Dezember 2020)

Im Umfeld des Schulhauses Hubelmatt beschäftigen wiederholte Vorfälle von Diebstählen und störendem Verhalten derzeit Schule, Eltern, Detailhandel und Polizei. Die beteiligten Stellen wollen nun auf Prävention und Zusammenarbeit setzen. In einem Schreiben wandte sich die Schulleitung kürzlich an die Eltern: «In den vergangenen Monaten haben sich Diebstähle durch Lernende im Coop Hubelmatt gehäuft. Zudem wurde in der Filiale vermehrt störendes Verhalten der Jugendlichen festgestellt.» Die Schulleitung kündigte an, die Klassen zu sensibilisieren und die Eltern in die Präventionsarbeit einzubeziehen.

Die Volksschule Stadt Luzern hat Kenntnis von den Vorfällen. Rektor David Schuler erklärt auf Anfrage, dass ein Gespräch zwischen verantwortlichen Personen von Coop und den Schulleitungen Primar und Sek der Schule Hubelmatt stattgefunden hat. Inhalt seien Lernende des Zyklus 2 und des Zyklus 3 gewesen, welche negativ in der Coopfiliale Hubelmatt aufgefallen sind. Die entsprechenden Kinder und Jugendlichen hätten sich nicht an die dort geltenden Regeln gehalten und folgten den Anweisungen des Personals nicht.

Auch Eltern sollen Verantwortung übernehmen

«Diese Verhaltensweisen von Lernenden sind nicht neu», so Schuler. Die Durchsetzung der Regeln in der Schule gelinge zwar «gut, auch unter Einbezug insbesondere der Schulsozialarbeit». Gleichzeitig betont Schuler: «Die Durchsetzung der gesellschaftlichen Normen ausserhalb des Schulareals und der Schulzeiten unterstützt die Schule nach Kräften, sie liegt jedoch auch bei den Eltern und der Gesellschaft generell.» Die Schule stehe «sowohl mit der Quartierarbeit als auch mit der Polizei im guten Austausch», um Schäden zu verhindern oder zumindest zu minimieren und die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten.

Der Detailhändler Coop bestätigt die Vorfälle ebenfalls. «Seit Herbst 2025 haben wir vermehrt Vorfälle in der Coop-Verkaufsstelle Luzern Hubelmatt feststellen müssen und haben ein konstruktives Gespräch mit der Schulleitung Hubelmatt gesucht», so Carole Husi, Mediensprecherin der Verkaufsregion Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich. Gleichzeitig betont sie: Die grosse Mehrheit der Kundinnen und Kunden sei «freundlich und ehrlich.» Man wolle die Sicherheitsvorkehrungen in der Filiale verstärken – was das genau umfasst, wird aus «sicherheitsrelevanten Aspekten» nicht preisgegeben.

Christian Bertschi, Chef Kommunikation und Prävention der Luzerner Polizei, erklärt: «Der für das Schulhaus zuständige Schulinstruktor hat Kenntnis von der Thematik und ist im Austausch mit der Schulleitung.» Anzeigen oder Strafanträge seien bislang jedoch keine eingegangen. Zudem verweist die Polizei auf den rechtlichen Rahmen: Geringfügige Diebstähle bis 300 Franken gelten als Antragsdelikt – «wird kein Antrag gestellt, wird die Polizei nicht aktiv».

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