Die Ringstrasse in Sursee ist seit Jahren ein Sorgenkind. Viel Verkehr, Staus, verspätete Busse. Das hat auch der Kanton Luzern anerkannt und vor vier Jahren das Projekt «Optimierung Gesamtverkehr Sursee» ins Leben gerufen. Unter anderem sollen damit auf Basis einer Verkehrsstudie mehrere Kreisel in der Surenstadt zu Knoten mit Lichtsignalanlagen umgebaut werden. Hinzu kommen weitere Massnahmen, die einerseits den Langsam- sowie den öffentlichen Verkehr stärken und andererseits den Verkehrsfluss für Autos verbessern sollen.
Die möglichen Massnahmen bespricht der Kanton in regelmässigen Abständen in einem «Forum Ringstrasse». Nachdem 2025 zwei Veranstaltungen durchgeführt wurden, kam am vergangenen Samstag der dritte und letzte Anlass hinzu. Gemäss Mitteilung trafen sich erneut 100 Teilnehmende aus der Stadt und Region Sursee für diesen Mitwirkungsprozess.
Der Kanton informierte dabei über sogenannte Sofortmassnahmen. Während der Lotsendienst beim Schlottermilchkreisel definitiv ad acta gelegt werde, da der Nutzen bei relativ hohen Kosten minim sei, werde als Alternative die Haltestelle Rothüsli an die Ringstrasse verlegt, wie André Rösch, Leiter Programm Gesamtmobilität bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (Vif), bekanntgab. «Dadurch fallen weniger Fussgängerquerungen am wichtigen Kreisel Schlottermilch an, und der Bus kann direkter fahren, was den Verkehr um diesen Kreisel verflüssigt.»
Weiter hätten sich aus der Diskussion mehrere Anliegen herauskristallisiert. Gemäss der Vif wurden Bushaltestellen in der Haltebucht statt auf der Fahrbahn und die Verhinderung von Schleichverkehr durchs Quartier gefordert. Weiter sei eine bessere Anbindung der Velovorzugsroute am Knoten Bifang ins Spiel gebracht worden. (jh)




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