Der Landrat von Nidwalden hat am 25. März 4,7 Millionen Franken für die Sicherheit, für den Fuss- und Veloweg in Ennetmoos bis zur Kantonsgrenze OW genehmigt. Unter anderem wird der fehlende Veloweg zwischen Kabisstein und der Kantonsgrenze zu Obwalden realisiert. Und was macht der Kanton Obwalden? Wird der Veloweg nach dem Kabisstein nach Kerns weitergeführt? Leider nein. Der Kanton Nidwalden ist Obwalden mit Radwegen weit voraus.
1996 hat der Kanton Obwalden das Radroutenkonzept erstellt. Umgesetzt wurde in den vergangenen fast 30 Jahren praktisch nichts davon. Ein Papiertiger? Obwalden ist gesetzlich verpflichtet, für die nächsten Jahre eine klare Priorisierung zugunsten des Langsamverkehrs vorzunehmen. Es darf nicht sein, dass der Begriff «Langsamverkehr» so wörtlich genommen wird, dass bei den Radrouten nochmals 30 Jahre nichts passiert. Dringend notwendig ist zum Beispiel ein sicherer Radweg von Kerns nach Sarnen und Kerns bis zur Nidwaldner Grenze.
Sichere und gute Velo-Infrastruktur in unserem Kanton entlastet die Strassen, unterstützt die Gesundheit der Bevölkerung und ist auch von touristischem Nutzen – das darf man nicht verschleppen oder verpassen. Der Zweiradverkehr hat in den letzten Jahren stark zugenommen und zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Benützung des Fahrrads ist bei vielen Menschen im Alltagsverkehr zur Selbstversändlichkeit geworden. Das Velo erfährt auch im Bereich der Erholungs- und Freizeitsaktivitäten einen grossen Aufschwung.Rauf aufs Rad und ab ins Glück!
Guido Cotter, Sarnen



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