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Zentralschweiz

Quaggamuscheln erstmals im Rotsee nachgewiesen

Erstmals sind Spuren der invasiven Quaggamuschel im Rotsee nachgewiesen worden. Nachweise zeigen zudem: Die problematische Art bleibt in mehreren grossen Seen etabliert.
Quaggamuscheln sind nun auch im Rotsee nachgewiesen worden.
Bild: Gaetan Bally / Keystone

Die Quaggamuschel breitet sich in der Zentralschweiz weiter aus. Das eDNA-Monitoring bestätigt erneut Vorkommen im Zuger- und Vierwaldstättersee. Erstmals wurden auch DNA-Spuren im Rotsee nachgewiesen, heisst es in einem Communiqué von Umwelt Zentralschweiz.

Ein positiver Befund bedeutet jedoch nicht zwingend, dass sich bereits stabile Populationen gebildet haben. So ist im Rotsee noch unklar, ob sich die Art tatsächlich etabliert hat. Eine Ausbreitung im Rotsee habe befürchtet werden müssen, weil Wasser aus dem Vierwaldstättersee via Reuss und Reuss-Rotsee-Kanal in den Rotsee fliesst.

Kein Nachweis der Quaggamuschel liegt gemäss Mitteilung für den Ägerisee, Lauerzersee, Sihlsee, Wägitalersee, Hirschlen-See (Reichenburg), Lungerersee und Sarnersee vor. Auch im Baldeggersee und im Sempachersee wurde keine Quaggamuschel-DNA gefunden, dies trotz grösserer Wasserproben und einer besonders «sensitiven» Nachweismethode, heisst es weiter.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, bleiben Schutzmassnahmen zentral. Dazu gehören vor allem die Pflicht, Boote und Ausrüstung vor dem Wechsel in andere Gewässer gründlich zu reinigen, zu entleeren und zu trocknen.

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