notifications
Nidwalden

Wenn der Biber kommt: Naturschutz braucht Dialog

Pro Natura und WWF Unterwalden haben am Dienstagabend ihre Generalversammlungen durchgeführt und danach zu einem gemeinsamen Abend mit Apéro, Bibervortrag und Verleihung des Umweltpreises eingeladen. Die zentrale Botschaft: Naturschutz braucht Dialog und Austausch.
Naturschutz braucht Dialog, damit keine Konflikte entstehen, die durch die Anwesenheit eines Bibers möglich wären.
Bild: Roman Willi/zvg

Der Biber ist zurück in der Schweiz. Bereits heute lebt der Nager in der Horwer Bucht und könnte auch nach Nid- und Obwalden zuwandern. Miriam Peretti, Projektleiterin «Aktion Biber & Co» bei Pro Natura Luzern, erklärte an der Generalversammlung von Pro Natura und WWF Unterwalden am Dienstagabend, 28. April, Spannendes: Warum hat der Biber orange Zähne? Weil sie mit Eisen angereichert sind – das macht sie extrem hart. Das braucht es, wenn man Bäume fällen will. Ein Biber benötigt zum Leben nur drei Dinge: einen Bau mit unterirdischem Eingang, ausreichend Nahrung und langsam fliessende Gewässer.

Wenn der Biber kommt, geschehe Erstaunliches: Wasserspeicherung in Trockenzeiten, geklärtes Wasser nach dem Dammbau und ein bemerkenswerter Anstieg der Biomasse. Doch entstünden auch Reibungspunkte – untergrabene Wege, gefällte Bäume oder Vernässungen in angrenzenden Landwirtschaftsflächen. Peretti machte klar: Nur durch frühzeitigen Austausch zwischen Behörden, Betroffenen und Naturschutzorganisationen lassen sich Konflikte entschärfen.

Wenn Tier- und Naturschutz Hand in Hand gehen

Pro Natura und WWF verliehen zudem den Unterwaldner Umweltpreis an den Tierschutzverein Nidwalden für das Projekt «Kastration schützt Artenvielfalt». Die nachhaltige Populationskontrolle streunender Katzen führe zu weniger gejagten Vögeln, Reptilien und kleinen Säugetieren – und damit zu mehr Artenvielfalt. Es sei ein Beispiel dafür, wie Tierschutz und Naturschutz Hand in Hand gehen können.

In ihrer Versammlung verabschiedete Pro Natura Unterwalden zudem Romy Ineichen aus dem Vorstand. Die Pionierin gründete den Vogelgrundkurs und legte damit den Grundstein für die IG Haubenmeise. Ihr Herzensanliegen war das Braunkehlchenprojekt am Sarnersee Süd, wo sie sich mit grossem Einsatz für erfolgreiche Bruten engagierte. (zvg)

Wenn Tier- und Naturschutz Hand in Hand gehen.
Bild: zvg

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)