Nach vier Jahren Bauzeit hat am Donnerstag der Bezug des Pilatus Towers beim Krienser Bahnhof Mattenhof begonnen. Im mit 113 Metern höchsten Hochhaus der Zentralschweiz sind auf 36 Etagen 167 Eigentums- sowie 66 kleine Mietwohnungen und Mikroapartments untergebracht.
Gestaffelt werden die Käuferinnen und Käufer in den kommenden Wochen ihre Eigentumswohnungen in den Etagen 8 bis 36 übernehmen und selbst einziehen oder diese zur Vermietung abgeben. Bekanntlich sind einige davon derzeit auf gängigen Immobilienportalen ausgeschrieben. «Einige Eigentümerinnen und Eigentümer beziehen ihre Wohnungen bewusst erst zu einem späteren Zeitpunkt oder im kommenden Jahr», schreibt die verantwortliche Immobilienentwicklerin Halter AG in einer Mitteilung.
Von den 167 Eigentumswohnungen sind momentan noch elf verfügbar – nicht überraschend in den obersten Etagen, wo es am teuersten ist. Auf der Website heisst es bloss: «Preis auf Anfrage». Um deren Verkauf zusätzlich anzukurbeln, existiert seit Kurzem eine Musterwohnung in der 35. Etage. Ein Video auf Instagram zeigt, wie chic man dort oben wohnen kann.
Möblierte Apartments ab 2000 Franken
Wem die Eigentumswohnungen zu teuer oder zu gross sind: In den Etagen 1 bis 7 gibt es ab Mitte Oktober 66 kleinere Wohnungen und Apartments, darunter sind 1,5- und 2,5-Zimmer-Wohnungen sowie sogenannte Movement-Wohnungen. Dieses Wohnkonzept von Halter ermöglicht mit verschiebbaren Raummodulen «unterschiedliche Wohnsituationen auf kompakter Fläche». Das heisst: Durch Verschieben des Moduls wird aus dem Raum nachts das Schlafzimmer, tagsüber ein Zimmer zum Wohnen und Arbeiten. Die Movement-Wohnungen sind möbliert, richten sich laut eigenen Angaben beispielsweise an junge Erwachsene oder Wochenaufenthalter und kosten ab 2000 Franken pro Monat.
Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Pilatus Towers profitieren laut Mitteilung von verschiedenen Annehmlichkeiten: So gibt es etwa eine Sauna mit Panoramablick in der 37. Etage, einen Fitnessraum, Coworking-Bereiche, einen Weinraum, Gästezimmer sowie eine Dachterrasse mit Gartenzimmer. Zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt ein Restaurant im Erdgeschoss das Angebot «und trägt zur Belebung des neuen Quartierteils bei».
«Fügt sich harmonisch in die Umgebung ein»
Der von Giuliani Hönger Architekten aus Zürich entworfene Pilatus Tower ist mit 113 Metern derzeit auch das höchste Wohnhochhaus der Schweiz – wobei er diesen Titel mit dem höchsten der drei Three-Points-Türme in Dübendorf ZH teilen muss, der ebenfalls 113 Meter misst.
Charakteristisch beim Pilatus Tower sind gemäss der Mitteilung von Halter AG «die bis in die obersten Geschosse auskragenden Balkone sowie die sorgfältig abgestimmte Fassadengestaltung». Weiter heisst es: «Trotz seiner Dimension fügt sich der Turm mit seiner zurückhaltenden Farbgebung harmonisch in die Umgebung ein.»
Mit dem Bezug des Pilatus Towers findet die Grossüberbauung, zu der die im vergangenen November eröffnete Pilatus Arena und das Anfang 2026 bezogene kleinere Hochhaus «PilatHuus» gehören, ihren Abschluss. (hor)






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