Die Petitionen wurden am Montag den Staatskanzleien der beiden Kantone übergeben. In Obwalden nahm Landschreiberin Nicole Frunz Wallimann die Petition entgegen, in Nidwalden Landschreiber Armin Eberli. Gefordert wird, die Taxpunktwerte für physiotherapeutische Leistungen um mindestens 30 Prozent zu erhöhen. Damit sollen Praxen laut Physioswiss ihre Betriebskosten decken, angemessene Löhne bezahlen und die wohnortnahe Versorgung langfristig sichern können.
Hintergrund ist die nationale Kampagne «100% geben. 70% bekommen.» des Berufsverbands. In allen 26 Kantonen wurden entsprechende Petitionen lanciert. Schweizweit kamen laut Physioswiss mehr als 127’000 Unterschriften zusammen.
Die Übergabe erfolgt in einer Phase, in der die künftige Vergütung der Physiotherapie neu geregelt wird. Physioswiss hat im April 2026 gemeinsam mit weiteren Tarifpartnern eine neue Tarifstruktur eingereicht. Diese soll Leistungen künftig differenzierter abbilden. Entscheidend für die tatsächliche Vergütung sind jedoch die Taxpunktwerte, die in kantonalen Festsetzungsverfahren bestimmt werden. Mit den Petitionen fordert der Verband deshalb die Gesundheitsdirektionen von Ob- und Nidwalden auf, sich für sachgerechte und kostendeckende Tarife einzusetzen. (jfi)


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