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Buchrain

«Das Jahresergebnis ist unbefriedigend» – Perlen Papier hofft auf Transformation

Auch dieses Jahr war die Nachfrage nach Papier bei der Perlen Papier rückläufig. Dementsprechend düster sieht der Geschäftsbericht aus.
Papierrollen in der Produktionsanlage in Perlen.
Bild: Patrick Hürlimann (Perlen, 25.2.2020)

Was sich in den gestrichenen 65 Stellen letztes Jahr bereits abgezeichnet hat, wird nun auch im Geschäftsbericht deutlich: Die Perlen Industrieholding hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Die Papiernachfrage nahm weiterhin ab und die Rahmenbedingungen im europäischen Markt blieben anspruchsvoll, wie es in einer Mitteilung steht. «Die daraus resultierende ungenügende Auslastung der Produktionskapazitäten führte zu einem unbefriedigenden Ergebnis», heisst es weiter. Zu den genauen Zahlen möchte sich die Perlen Industrieholding auf Nachfrage nicht äussern.

Mit der firmeninternen Transformation möchte man Gegensteuer geben. Dazu gehört unter anderem die Fokussierung auf Spezialpapiere für flexible Verpackungen, wie etwa für den Lebensmittel- und Etikettenbereich. Zudem hat sich die Perlen Industrieholding dieses Jahr die Produktionsrechte für recycelbare Papierflaschen gesichert. Die britische Firma Pulpex hat ein Patent für auf Papierfaser basierende Verpackungen entwickelt. Die Flaschen sollen sich für diverse Getränke, Kosmetikprodukte und Lebensmittel sowie Wein und Spirituosen eignen. Ausserdem sind sie im Altpapier recycelbar und der CO2-Fussabdruck ist im Vergleich zu Glas deutlich geringer.

Einer Mitteilung zufolge soll der Produktionsstart der Flaschen 2027 starten. Durch die vorhandene Infrastruktur auf dem Areal der Perlen Papier könnte die Produktion der Papierflaschen in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft stattfinden. Die Flaschen würden im Altpapier entsorgt, am Standort in Perlen recycelt und erneut aufbereitet werden.

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