Umwelt

Trockenheit hält in Nidwalden an, doch die Trinkwasserversorgung ist gesichert

Die jüngsten Regenfälle reichen nicht aus, um die Trockenheit in Nidwalden wesentlich zu lindern. Die Grundwasserstände bleiben sehr tief. Der Kanton ruft die Bevölkerung zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf.

Die jüngsten Regenfälle haben die Trockenheit in Nidwalden kaum entschärft. Weiterhin gilt die zweithöchste Trockenheitsstufe des Bundes. Die Trinkwasserversorgung ist zwar sichergestellt, die Bevölkerung soll Wasser aber weiterhin sparsam verwenden, wie die Landwirtschafts- und Umweltdirektion des Kantons Nidwalden in einer Medienmitteilung schreibt.

Die Grundwasserstände seien sehr tief, einzelne Bäche führten wenig oder gar kein Wasser. Bei der Grundwasserfassung Obermilchbrunnen in Stans lagen die monatlichen Mittelwerte seit Juni durchschnittlich rund 1,5 Meter unter den langjährigen Vergleichswerten. Eine nachhaltige Entspannung sei erst bei ergiebigen und länger anhaltenden Regenfällen zu erwarten.

Folgen fürs nächste Jahr

Die Trockenheit könne auch über den Winter hinaus Folgen haben. «Bleibt der Regen aber auch im Herbst und Winter aus, nehmen wir das Wasserdefizit ins nächste Jahr mit, was die Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und die Gewässer zusätzlich unter Druck setzen könnte», wird Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen in der Mitteilung zitiert.

Betroffen ist auch die Landwirtschaft. Auf Alpen musste teilweise zusätzliches Wasser per Helikopter transportiert werden, um Menschen, Tiere und die Käseproduktion zu versorgen. Stark belastet sind zudem die Fliessgewässer. Einzelne Bachabschnitte sind weiterhin ausgetrocknet, auch die Engelbergeraa weist seit Wochen geringe Abflussmengen und hohe Wassertemperaturen auf. Für Wasserlebewesen sei diese Kombination problematisch, weil wärmeres Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen kann.

Die Bevölkerung wird deshalb gebeten, Trinkwasser bewusst zu verwenden. Wasserbezüge aus Gewässern müssen dem Amt für Umwelt und Energie vorgängig gemeldet werden. Bleibt die Lage angespannt, prüft der Kanton weitere Massnahmen zum Schutz der Gewässer. (rwi)

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