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Musikbühne Uri

Hohes C und die «Zauberflöte» – eine GV im Zeichen Mozarts

Das Forum Musikbühne Uri bereitet sich auf die neue Produktion «Mozarts Zauberflöte – äifach andersch!» vor. Im Frühling 2027 beginnen die Proben, am 4. September 2027 ist die Premiere.
Der OK der Produktion «Mozarts Zauberflöte – äifach andersch!», von links: Wisu Kempf, Franziska Dahinden, Silvia Planzer, Simon Jauch, Heidi Z’graggen, Margret Wipfli und Erich Herger.
Bild: zvg

«Ist es ein Lustspiel? Eine elitäre Oper? Ein Zaubermärchen oder eine hochphilosophische Abhandlung? Eine Gesellschaftskritik, ein Musical oder einfach ein kurioser Schwank?» Diese Frage stellte sich Franziska Dahinden. «Mozarts Zauberflöte – äifach andersch!» heisst die neue Produktion, die im Frühling 2027 mit den Probetagen beginnt und am 4. September 2027 Premiere feiert. Dass das gelingt, bedingt auch entsprechende finanzielle Unterstützung, sei es durch den Ticketverkauf, sei es durch Sponsoring, sei es durch Eigenleistung, wie das die Mitglieder des Forums Musikbühne Uri an der Generalversammlung vom vergangenen Dienstagabend, 21. April, im Hotel Höfli in Altdorf vernahmen. Es waren über 30 Mitglieder anwesend.

Alles ist soweit vorbereitet. Die künstlerische Leitung liegt bei Franziska Dahinden. Die Choreografie und Co-Regie übernimmt Mariana Coviello. Für die Regieassistenz verantwortlich ist Rita Schmid, für musikalisches Arrangement Luca Staffelbach, für das Maskenbild Ursula Furrer, für die Kostüme Susanne Russi-Spiess, für das Lichtdesign Rolf Derrer, für den Bühnenbau Mario Burkart sowie für die Grafik und das Bühnenbild Anja Wild. Es werden Werner Biermeier, Richard Blatter, Eve Kopli-Scheiber, Franziska Dahinden, Timothy Löw und weitere Darstellerinnen und Darsteller aus Uri und Umgebung singen und spielen.

Eine Neuartige Aufführung soll es werden

«Unser Ziel ist es, auch musikalisch eine märchenhafte und schwungvolle, teilweise sogar slapstickartige Aufführung der <Zauberflöte> auf die Bühne zu bringen. Unser Arrangeur Luca Staffelbach schafft ein musikalisch vielseitiges, modernes Arrangement, das vom Marc-Hunziker-Jazztrio mit Schlagzeug und einem Streichensemble schwungvoll zum Leben erweckt wird. Als Regisseurin inszeniere ich gerne Situationen, Figuren und Charaktere», betonte Franziska Dahinden. Wolfgang Amadeus Mozarts Tonsprache soll auf jeden Fall bestehen bleiben. «Aber anstelle von tiefem Wienerdialekt werden viele Figuren im Urnerdialekt gesprochen. Und trotzdem wird unser Stück auch musikalisch anders und neuartig sein.» Geplant sind vom 4. September bis am 2. Oktober 13 Aufführungen.

Chor sucht noch jugendliche Stimmen

Das hohe C werde wohl nicht genügen, hatte Margret Wipfli, die Präsidentin, erklärt. Die Arie der Königin der Nacht beinhalte das extrem hohe F. Papageno oder Pamina, Sarastro oder Cagliostro, Tanz, Chor und Kinderchor, sie kommen alle vor in der Produktion «Mozarts Zauberflöte – äifach andersch!». Es wird für die Musikbühne Uri eine Sternstunde der Musik werden und soll einem qualitativ hohen und innovativen Anspruch genügen. Der Chor könnte aber noch einige jugendliche Sängerinnen und Sänger brauchen, sagte Franziska Dahinden.

Die drei Flaschen «hohes C», die am Vorstandstisch aufgestellt waren, werden wohl nicht genügen. Die Königin der Nacht wird in ihrer Rache das hohe F singen müssen.
Bild: zvg

Und hoch ist auch das Budget für diese Produktion. Es rechnet mit einem Aufwand von 420'000 Franken. Vom Forum Musikbühne Uri ist schon an der GV 2025 ein Startkapital von 70'000 Franken genehmigt worden. «Solche Projekte sind nur möglich dank Menschen, Institutionen und Unternehmen, die an die Kraft der Kultur glauben», sagte Ständerätin Heidi Z’graggen. Sie ist OK-Präsidentin der Produktion «Mozarts Zauberflöte – äifach andersch!» Dem OK gehören zudem Margret Wipfli, Franziska Dahinden, Silvia Planzer, Wisu Kempf, Simon Jauch und Erich Herger an.

Bewährter Vorstand wiedergewählt

Aktuell hat das Forum Musikbühne Uri 99 Mitglieder. Die Jahresrechnung 2025 mit einem Mehrertrag von rund 1100 Franken. Ausgewiesen wird ein Vermögen von gut 182'000 Franken. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert bei 30 Franken für Einzelmitgliedschaft, 50 Franken für Paare, 100 Franken für Partner- und 500 Franken für Gönnermitgliedschaften. Der Vorstand wurde für zwei weitere Jahre wiedergewählt, als Präsidentin Margret Wipfli, als Finanzchefin Silvia Planzer, als Aktuar Simon Jauch und als Mitglied Franziska Dahinden. (zvg)

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