Zum 25. Mal lud die Academia Engelberg die breite Bevölkerung zum «Öffentlichen Abend» im Kursaal Engelberg ein. Rund 100 Personen erlebten laut der Medienmitteilung am Donnerstagabend, 22. Oktober, eine illustre Runde mit ganz unterschiedlichen Betrachtungen und Gedanken zu Netzwerken. Zum Einstieg in den Abend gab Cyril Koller vom Auktionshaus Koller AG Zürich einen spannenden Einblick in sein internationales Auktionsgeschäft und die Bedeutung seiner Netzwerke.
Anhand diverser Objekte erläuterte er den Weg eines Stückes vom Verkäufer über die Schätzung und Echtheitsprüfung sowie eine eventuelle Reinigung oder Restaurierung bis hin zur öffentlichen Vorstellung des Werkes und zur finalen Auktion. Das sei mitunter ein beschwerlicher und langer Prozess, bis alles hieb- und stichfest abgeklärt sei.
Netzwerke vereinen
Moderiert von Stiftungsratsmitglied Daniel Brunner berichteten der Auktionator Cyril Koller, die Nidwaldner Regierungsrätin Michèle Blöchliger, Pfadiführer Moritz Scholz v/o Strom, alt Kantonsförster Peter Lienert und Professor Detlef Günther von der ETH Zürich von ihren Netzwerken und ihren Erfahrungen damit. Sei es in der Politik, in der Verwaltung, in der Bevölkerung, bei den Rotariern, in der Pfadi oder in der Wissenschaftswelt: Die Netzwerke machten viele Projekte oder Vorhaben überhaupt erst möglich.
Die Podiumsteilnehmenden waren sich einig, in einem Netzwerk gebe es keine Soll-/Haben-Bilanz, im Vordergrund stehe die Pflege von Bekanntschaften. Dies schaffe die Vertrauensbasis zu einem gemeinsamen Thema. Man müsse selbst etwas dafür tun und die Bekanntschaften pflegen, indem man auf die Leute zugehe.
Neue Möglichkeiten aufzeigen
Im Gespräch könne man auch die Körpersprache beim Gesprächspartner beobachten und sehe die Reaktion auf das Gesagte sofort. E-Mails hingegen könnten missverstanden werden. Dann gäbe es ein längeres Hin und Her, das im persönlichen Gespräch gar nicht erst entstanden wäre. Die junge Generation nutze Netzwerke anders. Oftmals gehe ihr Weg zur Kontaktaufnahme über eine digitale Plattform. Physische Treffen erfolgten erst zu einem späteren Zeitpunkt. Man könne eine Nachricht rund um die Uhr platzieren und erhalte eine Antwort, wenn es für den Angeschriebenen passe.
Auch die Nutzung von KI stehe in diesem Kontext. Ältere Menschen könnten ihre Erfahrung im Sinne eines Mentorings an Jüngere weitergeben. So könne man unterstützen, neue Möglichkeiten aufzeigen, das sei letztendlich auch die Aufgabe eines Netzwerks. (nuc)



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