
Es war deutlich weniger Geld veranschlagt worden: Die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern rechnete mit einem Plus von gerade mal 14'000 Franken. Insgesamt betrug der Überschuss letztes Jahr aber 2,54 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung heisst. Hauptgrund dafür seien «massiv höhere Steuererträge in den Kirchgemeinden» im Vorjahr, und zwar vor allem dank der Erträge der juristischen Personen.
Am Mittwoch wurde an der Synode im Luzerner Kantonsratssaal darüber diskutiert, wie das Geld verwendet werden soll. Der Synodalrat beantragte, 1,3 Millionen beiseitezulegen, um künftige Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für die Kirchgemeinden zu finanzieren. Damit waren zunächst nicht alle einverstanden – am Ende sprach sich die Synode mit 65 gegen 25 Stimmen aber für den Antrag des Synodalrats aus.
Damit verbunden war ein Auftrag: Der Rat wird aufgefordert, den Ausgleich zwischen armen und reichen Kirchgemeinden zu verbessern. Vom weiteren Überschuss fliessen 500'000 Franken in die Stärkung der landeskirchlichen Pensionskasse, mit 300'000 Franken werden Leistungen zum Schutz vor Grenzverletzungen und Machtmissbrauch vorfinanziert. Den Rest – 440'000 Franken – wollte der Synodalrat dem Eigenkapital zuweisen. Die Kommission Diakonie und soziales Engagement brachte den Antrag durch, 300'000 Franken davon für armutsbetroffene Menschen im Kanton Luzern einzusetzen.


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